Du findest hier Gedanken, Informationen und Geschichten aus meinem persönlichen Alltag. Ich liebe positive Anregungen, um tiefer ins Leben einzutauchen und die Seele zu streicheln. Think outside the box!

Die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe

Das Marathonprojekt kommt mir vor wie ein verschwommener Traum. Kaum zu glauben, dass ich vor wenigen Monaten noch stundenlang gelaufen bin. In letzter Zeit hat das Kribbeln nachgelassen, meine Laufeinheiten haben sich reduziert. Schnell folgen gut gemeinte Ratschläge: „Du musst weiter trainieren. Bald folgen offizielle Marathons, wo du mitlaufen kannst!“ Ich muss schmunzeln. Die Glücksmomente habe ich entlang der Straße gefunden, nicht erst am Ende des Weges. Aber das Feuer ist erloschen, das Projekt abgeschlossen. Warum für etwas quälen, wo kein zündender Funke mehr da ist?

Der Marathon hat meine Lebenseinstellung verändert, wir alle können unsere Grenzen sprengen. Überall trifft man müde und antriebslose Menschen, die das Leben als notwendiges Übel ansehen. Sie ergreifen die Flucht von allem, was Mühe macht. Unser Dasein ist nicht darauf ausgerichtet, nur im Alltag zu funktionieren. Mit jedem Schritt aus der Komfortzone kommen wir in unsere Blüte. Die Seele unterscheidet nicht zwischen leicht und schwierig, sie will Abenteuer erleben! Lassen wir uns von niemandem sagen, dass wir etwas nicht können. Unsere Andersartigkeit ist unser größtes Geschenk! Oft sind es die schweren Wege, die uns sicher ins Ziel bringen. Und der härteste Weg, den wir gehen können, ist der Weg, den wir alleine gehen. Aber genau dieser Weg macht uns stärker und führt uns zu den großartigsten Plätzen!

„Geh raus und erlebe Abenteuer. Das Leben wird dich reich beschenken.“

Durch die Läufe in der Natur bin ich nicht nur ausgeglichener, sie haben auch mein Verhältnis zum Körper wesentlich verbessert. Dieser wird uns mit neuer Energie beschenken, wenn wir achtsam mit ihm umgehen und ihn gut behandeln. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, auf die kleinsten Signale zu hören und sie nicht mehr zu ignorieren. Wenn ich spüre, dass ich eine Pause benötige, dann halte ich diese ein. Andererseits steigere ich mein Tempo, wenn mein inneres Feuer zum Vorschein kommt. Wir können nicht alles kontrollieren und nach Plan erledigen. Bringen wir Körper, Geist und Seele in Einklang. Mit der richtigen Balance kommen wir zurück in den Energiefluss und wir verlieren unsere Schwerfälligkeit. Es ist so viel möglich!



Musik stärkt dieses Gleichgewicht. Wenn ich Lieder höre, die mich während des Marathonprojektes begleitet haben, tauche ich wieder ein in die zahlreichen Momente, die meine Seele berührt haben. Ich bekomme eine Gänsehaut und spüre eine Kraft in mir aufsteigen, die überwältigend ist. Der Marathon ist nicht Vergangenheit. Er ist gegenwärtig und in Kombination mit der Musik schenkt er mir bis heute Augenblicke vollkommener Freiheit.

„Ein Geist, der durch neue Erfahrungen gedehnt wird, kann nicht mehr in seine alte Realität zurückkehren.“

Hier endet nun offiziell meine Marathongeschichte. Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass wir aus den kleinsten Momenten Augenblicke für die Ewigkeit erschaffen können. Manchmal müssen wir solche Abenteuer erleben, um herauszufinden, wer wir wirklich sind. Öffnen wir das Fenster zur Seele und geben unserem Leben einen Sinn, wir sind nur eine Entscheidung davon entfernt. Denn manchmal müssen wir aus dem Rahmen fallen, um wieder ganz in das eigene Bild zu passen!

Bernhard

Nein, wir brauchen nicht mehr Schlaf.
Es sind unsere Seelen, die müde sind, nicht unsere Körper.
Wir brauchen die Natur.
Wir brauchen Magie.
Wir brauchen Abenteuer.
Wir brauchen Freiheit.
Wir brauchen die Wahrheit.
Wir brauchen Stille.
Wir brauchen nicht mehr Schlaf, wir müssen aufwachen und leben!

Brooke Hampton

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Kommentar Markus:

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Danke, dass ich einen kleinen Beitrag leisten konnte in diesem Projekt. Ich freue mich riesig auf den Halbmarathon. Da auch diese Veranstaltung wegen den strengen Corona Auflagen abgesagt wurde, wird es ein wunderbarer Lauf ganz für mich. Die 21,0975 Kilometer habe ich ja eigentlich schon längst absolviert in meinem Kopf. Wenn der Fokus stimmt und das Feuer brennt, so wie Bernhard es beschrieben hat, dann kommt man auch ans Ziel, komme was wolle! Ich bin schon gespannt, in welche Richtung es mich nach dem Halbmarathon zieht, und welche neuen „unmöglichen“ Ziele sich Bernhard in den Kopf setzt.