Julia Roberts –- Ein schüchternes Mädchen wird zur Pretty Woman

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Julia Roberts wurde am 28. Oktober 1967 in Atlanta (USA) geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Eltern betrieben eine kleine Schauspielschule für Kinder, welche jedoch nicht genügend Geld abwarf, um die Familie ausreichend versorgen zu können. Als diese Ausbildungsstätte in Konkurs ging, geriet die Familie in finanzielle Turbulenzen und musste in eine kleine und notdürftige Wohnung umziehen. Als Julia Roberts 4 Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. In dieser schwierigen Zeit hatte die Mutter schwer zu kämpfen, sich überhaupt Kleidung und Essen für die Familie leisten zu können. Das Leben wurde auch nicht einfacher, als die Mutter wieder für kurze Zeit verheiratet war. Julia Roberts, schüchtern und ohne Selbstbewusstsein, hatte mit ihren Geschwistern unter dem Stiefvater schwer zu leiden und es kam zu Misshandlungen.

Als Julia Roberts 10 Jahre alt war, starb ihr leiblicher Vater an Magenkrebs. Unter diesem Todesfall hatte sie schwer zu leiden, ein neues Vorbild fand sie aber in ihrem älteren Bruder, welcher Schauspiel studierte und bereits erste bedeutende Theaterrollen ergattern konnte. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Highschool zog Julia Roberts deshalb zu ihrer Schwester nach New York, um Schauspielerin zu werden. Sie besaß kein Geld und hatte auch sonst keine schauspielerische Ausbildung vorzuweisen. Aber als 17-jähriges Mädchen träumte sie davon, eine große Schauspielkarriere zu absolvieren.

Foto von Roland Godefroy
unter CC BY-SA 3.0

Julia Roberts sprach bei vielen Castings vor, hatte jedoch wenig Erfolg. Durch die ständigen Ablehnungen war sie gezwungen, kleinere Nebenjobs anzunehmen, um sich irgendwie über Wasser halten zu können. Währenddessen schaffte sie es durch ihre Hartnäckigkeit, kleinere Filmeinsätze zu bekommen. Bei ihrer ersten bedeutenden Rolle lernte Julia Roberts extra Bassgitarre zu spielen, um im Film „Satisfaction“ eine Stelle zu bekommen. Auch bei dem Streifen „Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel“ musste sie schwer kämpfen, um eine Chance zu erhalten. Erst ihre Eigeninitiative, ihre Haare passend zu der Filmfigur zu färben, konnte den Regisseur davon überzeugen, sie einzustellen. Der Film wurde sehr erfolgreich und Julia Roberts legte eine erste echte Talentprobe als Schauspielerin ab.

Julia Roberts: „„Ich bin nur eine durchschnittliche Person mit einem außergewöhnlichen Beruf““

Bei ihrem nächsten Film war Julia Roberts wieder nicht erste Wahl, nur der Regisseur Garry Marshall war davon überzeugt, mit der 22-jährigen Schauspielerin die richtige Besetzung gefunden zu haben. Sie bekam diese Rolle schließlich zugesprochen und wollte alles dafür tun, die Filmfigur so authentisch wie möglich darzustellen. Julia Roberts spielte die Hauptperson als Prostituierte neben dem bekannten Schauspieler Richard Gere dann auch so überzeugend, dass alle Filmmitwirkenden begeistert waren von ihr. Der Liebesfilm „Pretty Woman“ feierte am 23. März 1990 in den USA eine vielumjubelnde Premiere und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem echten Kinohit. Das Publikum wurde von der außergewöhnlichen Ausstrahlungskraft von Julia Roberts derart in den Bann gezogen, dass dieser Film trotz geringer Produktionskosten weltweit über 450 Millionen Dollar einspielen konnte. Mit „Pretty Woman“ schaffte Julia Roberts ihren internationalen Durchbruch und stieg über Nacht zu einer der begehrtesten Frauen in Hollywood auf.

Julia Roberts legte eine imposante Karriere als Schauspielerin zurück. In zahlreichen Filmklassikern spielte sie sich in die Herzen der Menschen und erhielt im Jahr 2001 den begehrten Oscar für den Film „Erin Brockovich“. Ihr natürliches Erscheinungsbild und ihr herzhaftes Lachen wurden zu einem unverwechselbaren Markenzeichen. Aber nicht nur durch ihr Talent als Schauspielerin war sie bei den Menschen so beliebt, sondern durch ihre merkliche Bodenständigkeit. Die Familie stand bei ihr immer an erster Stelle und sie nahm sich dadurch ständig eine Auszeit von der Schauspielerei, um für sie auch da zu sein.

Julia Roberts zeigte mit riesigem Einsatz, dass man trotz fehlender Schauspielausbildung eine erfolgreiche Karriere starten konnte. Sie ließ sich durch Ablehnungen niemals unterkriegen und glaubte immer an ihren absoluten Traumberuf. Mit ungewöhnlichen Mitteln wie Herzlichkeit und Menschlichkeit schaffte sie es in der harten Welt von Hollywood, zu einem echten Publikumsliebling aufzusteigen.

Julia Roberts: „„Ich habe nur einen Wunsch, ein glückliches und ausgefülltes Leben zu haben. Keine Auszeichnung kann mich so erfüllen wie meine Familie““

Tom Cruise – Vom schüchternen Außenseiter zum weltberühmten Schauspieler

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Tom Cruise wurde am 03. Juli 1962 in der Stadt Syracuse (Bundesstaat New York, USA) geboren und wuchs gemeinsam mit seinen drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Kindheit war geprägt von den ständigen Umzügen seiner Eltern, die keinen festen Wohnsitz hatten. Durch die Geldnot der Familie musste auch Tom Cruise mithelfen, so trug er zum Beispiel bereits im Alter von acht Jahren Zeitungen aus. Durch die ständigen Wohnungswechsel musste Tom auch immer wieder die Schule wechseln, insgesamt 15 Schulwechsel musste er in seiner Kindheit durchstehen. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf sein Gefühlsleben.

Tom Cruise: „“Ich habe mich leer gefühlt, war ängstlich, nervös und frustriert““

Die Schulzeit machte Tom Cruise schwer zu schaffen, da er immer nur der Außenseiter war. Zudem litt er unter einer Lese- und Schreibstörung, weshalb er auch oft gehänselt wurde. Fand er einmal neue Freunde, musste er auch schon wieder die Schule wechseln. Tom Cruise war ein schüchterner Schüler, aufgrund der ständigen Erniedrigungen litt er obendrauf noch unter mangelndem Selbstbewusstsein. Ein wenig Abwechslung fand er in Theatervorstellungen der Schule, wo er mit Begeisterung mitspielte, und im Sport. Er war Mitglied der Ringermannschaft und erfuhr hier durch seine Leistungen viel Lob und Anerkennung. Jedoch wurde er bald wegen einer Knieverletzung ausgemustert, der Sport war nun kein Lichtblick mehr für ihn.

Nun beschloss Tom Cruise, seine Begeisterung für die Schulaufführungen weiterzuentwickeln und beschloss, Schauspieler zu werden. Aus diesem Grund übersiedelte er im Alter von 18 Jahren nach New York City, um seinen Traum zu verwirklichen. Dort angekommen, schrieb er sich sofort in eine Schauspielschule („Neighborhood Playhouse School of the Theatre“) ein und arbeitete von nun an beharrlich an seiner Ausbildung als Schauspieler. Nebenbei musste er zahlreiche Gelegenheitsjobs annehmen, zum Beispiel als Kellner, um irgendwie seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. Es war ein hartes Leben und Tom Cruise versuchte zusätzlich, bei Castings zu Filmengagements zu kommen. Trotz leidenschaftlicher Auftritte bekam er aber nur Absagen zu hören, denn er war einfach nicht hübsch genug und war außerdem zu klein gewachsen, weshalb ihm keine Casting-Agentur eine Chance gab.

Tom Cruise ignorierte die vielen Abweisungen und glaubte weiterhin an sein Talent als Schauspieler. Immer wieder besuchte er Castings, und immer wieder wurde er weggeschickt. Im Alter von 19 Jahren zahlte sich seine Hartnäckigkeit aber aus, Tom Cruise ergatterte tatsächlich seine erste kleine Nebenrolle in dem Film „Endlose Liebe“. Sein temperamentvolles Auftreten blieb bald anderen Regisseuren nicht verborgen und Tom Cruise bekam nun weitere Filmangebote. Er war nun nicht mehr der schüchterne Junge von früher, er war jetzt ein junger Mann mit einer erstaunlichen Ausstrahlung, mit viel Selbstbewusstsein und einem außergewöhnlichen Talent für Schauspielerei. Sein großer Durchbruch gelang ihm kurze Zeit später mit dem Film „Top Gun“, welcher ihn auf einen Schlag weltweit bekannt machte.

Tom Cruise: „„Als junger Schauspieler dachte ich immer: Das ist es, was ich liebe! Und ich hoffe, dass ich das für den Rest meines Lebens tun kann!““

Tom Cruise arbeitete weiter verbissen an seiner Karriere und stand nun Rund um die Uhr vor der Kamera. Er drehte viele berühmte Kassenschlager („Eine Frage der Ehre“, „Die Firma“, „Mission: Impossible“ oder „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“) und startete eine unglaubliche Weltkarriere als Filmschauspieler.

Tom Cruise schaffte es von einer schwierigen Kindheit und einem schüchternen Außenseiter zu einem weltberühmten Schauspieler. Er arbeitete hart für seinen Erfolg und glaubte immer an sein Talent als Schauspieler, obwohl viele Stimmen genau das Gegenteil behaupteten. Diese positive Denkweise half ihm auch, Rückschläge wegzustecken und sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Tom Cruise: „„Angst gibt es immer. Aber du musst die Angst ignorieren. Ich gehe meinen Weg. Das Leben ist ein Abenteuer““

Bill Gates und der Deal seines Lebens

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William „Bill“ Henry Gates III wurde am 28. Oktober 1955 in Seattle, Washington (USA) geboren. Seine Eltern waren wohlhabend, der Vater war Anwalt, die Mutter war Lehrerin. In der Grundschule brillierte Bill in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften, und in sehr jungen Jahren begann er sich bereits für Wirtschaft und Politik zu interessieren. Seinem Vater gefiel diese Einstellung und prägte Bill mit seiner Erfahrung als Anwalt für Wirtschaftsrecht. Aber mit dem wachsenden Interesse am Weltgeschehen gab es bald Probleme mit dem rebellierenden Sohn und es gab oft Streitigkeiten mit den Eltern. Zwar war kein anderes Kind so intelligent wie Bill, aber er weigerte sich auch beharrlich, seinen Eltern zu gehorchen.

Bill wollte schon früh unabhängig sein und entzog sich deshalb immer mehr der Kontrolle seiner Eltern. Und so wurde er ein Fall für den Psychologen, da die ratlosen Eltern nicht mehr weiter wussten. Nach einem Jahr Therapie hatte der überforderte Psychologe nur mehr einen Rat für die Eltern: Sie sollten sich Bill lieber anpassen, denn es hatte keinen Sinn ihn kontrollieren zu wollen, denn er war nicht kontrollierbar. Die Eltern nahmen sich diesen weisen Rat zu Herzen und schickten Bill im Alter von 13 Jahren in die Lakeside Privatschule, wo er mehr Freiheiten haben sollte als in einer normalen Schule.

Dort kam er zum ersten Mal in Kontakt mit einem primitiven Computer und Bill begann, den Rechner mit Programmen zu programmieren. Von nun an war die Schule zweitrangig, denn Bill Gates hatte nun eine besondere Herausforderung gefunden. Er und sein damaliger Schulfreund Paul Allen schwänzten immer wieder den Unterricht und schlichen sich auch in der Nacht in das Schulgebäude, um heimlich Programme schreiben zu können. Bald beherrschten sie den Computer besser als die Lehrer und entwickelten erste Programmprojekte für die Schule. Obwohl sich Bill nur noch mit den Programmiersprachen beschäftigte, schaffte er den Schulabschluss aufgrund seiner Intelligenz ohne Probleme.

1973 ging Bill an die Harvard-Universität um zu studieren, verbrachte aber wieder überwiegend seine Zeit im Computerraum. Als kurze Zeit später der weltweit erste Minicomputer als Bausatz in den Handel kam, erkannte er die Chance, denn das Gerät war ohne benutzerfreundliche Oberfläche praktisch nutzlos. Um sich von nun an voll und ganz auf sein Spezialgebiet konzentrieren zu können, brach Bill das Studium ab und gründete 1975 mit seinem Schulfreund Paul Allen die Firma „Micro-Soft“ (später wurde der Bindestrich weggelassen). Erste kleine Erfolge stellten sich ein, aber Microsoft war nur eine kleine Firma unter vielen Computerfirmen, denn es gab viele verschiedene Programmiersprachen, und keine hatte sich bisher durchgesetzt. Dies sollte sich ändern, als 1981 plötzlich ein Anruf von der Firma IBM, dem damals größten Unternehmen für Großrechensysteme und Hardwareherstellung, kam.

IBM erzielte damals Milliardenumsätze mit Großrechnersystemen, die damals nur für große Unternehmen und Behörden erschwinglich waren. Da in den Jahren zuvor immer mehr Hersteller kostengünstige Kleinrechner (Personal Computer) auch für den Durchschnittsbürger herstellten, wollte man hier nicht länger nachstehen und entwickelte einen eigenen kleinen PC. Für IBM wäre es eine Kleinigkeit gewesen, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, aber man nahm den PC-Markt nicht wirklich ernst. Für IBM war es ein Ding der Unmöglichkeit, dass jeder Privathaushalt einen PC brauchen und auch nutzen würde, und so nahm man Kontakt mit Bill Gates auf, um an ein geeignetes Betriebssystem zu kommen.

Die Unterhändler von dem milliardenschweren Unternehmen IBM dachten, dass sie es mit einem harmlosen Computerfreak zu tun haben würden, den sie schnell und billig abspeisen konnten. Auch als sie Bill Gates zum ersten Mal sahen, hielten sie ihn durch sein Erscheinungsbild nur für einen einfachen Büroburschen. Aber was sie nicht wussten war, dass sie sich auf eine Person eingelassen hatten, die geboren war, um Macht und Profit an sich zu reißen und der die Sprache von Verträgen als Kind eines Rechtsanwaltes perfekt beherrschte. Und so wurde ein unscheinbarer Vertrag ausgehandelt, der aber aus Sicht von IBM zu einem der schwerwiegendsten Fehler der Wirtschaftsgeschichte werden sollte.

Bill Gates war ein schlauer Fuchs, denn er verkaufte IBM nicht das ganze Betriebssystem, sondern nur Lizenzen für die Nutzung. So konnte er sein Betriebssystem problemlos auch an andere PC-Hersteller verkaufen. Zusätzlich verhandelte Bill Gates eine Klausel, dass kein PC von IBM ohne Betriebssystem ausgeliefert werden durfte, und in den meisten Fällen bedeutete dies das Betriebssystem von Microsoft. Der IBM-PC wurde zur Überraschung von IBM tatsächlich ein voller Erfolg, und Microsoft verdiente mit jedem verkauften PC kräftig mit. Zahlreiche Computerhersteller entwickelten nun eigene PCs und lieferten sich mit IBM einen erbitterten Kampf um die Vormachtstellung. Wie wenn er es geahnt hätte, konnte dies Bill Gates nur ein müdes Lächeln abringen, denn auch die Konkurrenten von IBM setzten nun auf das Betriebssystem von Microsoft, denn durch IBM war Microsoft bereits weltweit bekannt geworden. Zu dieser Zeit hatte man nur auf ein Betriebssystem gewartet welches sich durchsetzen würde, und dies war mit Hilfe von IBM Microsoft, und die gesamten Rechte daran besaß Bill Gates.

Das erste Betriebssystem MS-DOS wurde bald durch seinen Nachfolger Windows ersetzt. 1995, als „Windows 95“ auf den Markt kam, hatte Microsoft bereits einen Marktanteil von über 90 Prozent. Und Bill Gates baute seine Dominanz geschickt aus, er entwickelte eine eigene Bürosoftware „Office“ und wurde in vielen weiteren Gebieten der Softwareherstellung tätig. Durch die marktbeherrschende Stellung von Microsoft gab es bald viele Kritiker. Sie kritisierten die monopolistische Einstellung von Bill Gates und die wettbewerbsfeindliche Unternehmensstrategie, um die Kunden an Microsoft zu binden.

Aber der Erfolg gab Bill Gates Recht. Microsoft entwickelte sich zu einem der größten und profitabelsten Unternehmen der Welt. Dies erreichte er durch seine Weitsicht in Marktfragen, sein Gespür für Technik und sein besonderes Verhandlungsgeschick. Bill Gates war beim Deal mit IBM zur richtigen Zeit am richtigen Ort und verhandelte als krasser Außenseiter einen Vertrag mit den mächtigsten Managern der Welt, der schlichtweg genial war. Vermutlich wäre Microsoft ohne diesen Deal gegenwärtig nur eine kleine Softwarefirma unter vielen Konkurrenten.

Bill Gates: „“Ich liebe meine Aufgabe, es ist ungeheuer faszinierend, immer wieder neue Lösungen für diese Welt zu finden““

Heute spricht man von der größten unternehmerischen Erfolgsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Bill Gates wurde mit 31 Jahren zum damals jüngsten Selfmade-Milliardär der Geschichte und später zum reichsten Menschen auf der Welt. Heute unterstützt er gemeinsam mit seiner Frau zahlreiche Gesundheitsprojekte in der Dritten Welt und spendet einen Großteil seines Vermögens für diese Zwecke.

Charlize Theron und das Schicksal

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Charlize Theron wurde am 07.August 1975 im Städtchen Benoni bei Johannesburg (Südafrika) geboren. Dort wächst sie auf auf einem Bauernhof auf, ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater ist Franzose. Besonders die Mutter förderte Charlize wo es ging, schickte sie zum Ballettunterricht und lehrte ihr Ehrgeiz und vor allem Disziplin. Doch das Familienleben war hart, als Kind musste sie mitansehen, wie der Alkoholkonsum des Vaters immer mehr die Familienidylle zerstörte. Gewalt stand immer wieder an der Tagesordnung. Bis zu jenem Tag, wo es in einer Katastrophe enden sollte.

Am 21.Juni 1991 kommt ihr Vater volltrunken nach Hause und beginnt zu randalieren. Mit einem Gewehr in der Hand drohte der Mann, Frau und Tochter umzubringen. Vor den Augen der 15-jährigen Charlize erschoss die Mutter ihren Mann in Notwehr. Zu diesem traumatischen Ereignis wird im Hause Theron bis heute beharrlich geschwiegen. Um diesen Schicksalsschlag überwinden zu können, ging Charlize nur wenige Wochen nach diesem Ereignis nach Mailand, um sich als Model zu versuchen – doch mit mäßigem Erfolg. Ihr wirklicher Wunsch war es, eine erfolgreiche Tänzerin zu werden. So kam sie im Alter von 18 Jahren auf die Joffrey Ballettschule nach New York. Hier verbrachte Charlize eine aufregende Zeit, bis zu jenem Schicksalstag, der ihren Traum von einer Tänzerin mit einem Schlag zunichte machen sollte. Eine Knieverletzung zwang sie, ihre Tanzkarriere für immer zu beenden.

Charlize Theron: „„Ich erinnere mich an eine Nacht, es war so zwei Uhr morgens, als ich mir die Augen ausgeweint und vier Packungen Eis verschlungen habe, weil ich mit dem Tanzen aufhören musste. Meine Mutter sagte dann: „Nun, warum versuchst du es nicht als Schauspielerin?““

Nach dieser Tragödie setzte Charlize, nach einem entscheidenden Impuls ihrer Mutter, alles auf eine Karte. Mit einem One-way-Ticket flog sie nach Los Angeles, in die Stadt der Schauspieler. Versagen war für Charlize ausgeschlossen – denn es hätte bedeutet, wieder nach Südafrika zurückkehren zu müssen. Nach kurzer Zeit war sie jedoch finanziell total abgebrannt, sie hielt sich nur mehr notdürftig mit gelegentlichen Modeljobs über Wasser. Sollte die Karriere nun für immer beendet sein oder würde sich das Schicksal von Charlize doch noch zu einem besseren Ende wenden? Um diese Frage beantworten zu können, braucht es einen Bankschalter, einen Bankangestellten, und eine wutentbrannte Charlize Theron.

Als Charlize wieder einmal einen ihrer dürftigen Modelschecks einlösen wollte, verweigerte ihr der Bankangestellte am Schalter die Auszahlung, da das Papier außerhalb des Bundesstaates Kalifornien ausgestellt worden war. Charlize, die das Geld dringend benötigte, bekam einen regelrechten Wutanfall und explodierte förmlich. Sie verwickelte den armen Bankangestellten in ein derart hitziges Wortgefecht, dass die ganze Kundenschlange auf sie aufmerksam wurde. Darunter war auch der Hollywood-Agent John Crosby, der beeindruckt war von der fluchenden, aber reizenden Südafrikanerin. Er bot ihr an, sie zu managen. Dies war der Grundstein für ihren weiteren Lebensweg, den sie von nun an sehr erfolgreich bestreiten sollte. Das Schicksal hatte es nun endlich gut mit Charlize gemeint.

Charlize Theron: „“Was sollte ich denn anderes machen. Wenn man was erreichen will, dann darf man nicht schüchtern sein. Da muss man schon den Mut haben ab und zu ins kalte Wasser zu springen““

Ab diesem Zeitpunkt ging es mit ihrer Karriere steil bergauf. Sie spielte neben Filmgrößen wie Al Pacino, Robert de Niro oder Johnny Depp. In Filmen wie „Im Auftrag des Teufels“, „The Italian Job – Jagd auf Millionen“ oder „Monster“ stellte sie ihre schauspielerischen Qualitäten unter Beweis. Mit Mut und Ehrgeiz katapultierte sich Charlize Theron unter die gefragtesten Darstellerinnen Hollywoods. Die besonderen Leistungen als Charakterdarstellerin wurden auch schon mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnet.

Charlize Theron, eine schillernde Persönlichkeit und ein Fixstern am Himmel Hollywoods. Die Fans verehren sie als Star, erliegen ihrem Charme und ihrer Schönheit. Doch für viele Menschen sind die Schicksalsschläge, die Charlize bis dorthin zu überwinden hatte, nicht bekannt. Es ist bewundernswert, wie beherzt und standhaft sie damit umging und die Rückschläge immer wieder überwinden konnte. Sie hat immer versucht, nach vorne zu blicken. Dies ist eine vorbildhafte Einstellung, die jedem von uns in jeder Lebenssituation auch helfen kann.

Charlize Theron: „„Ich glaube, dass die Schauspielerei mich geheilt hat. Ich kann alles herauslassen, in meiner Arbeit alles sagen und fühlen. Deswegen denke ich, gehe ich durch mein Leben, ohne von dieser Sache begleitet zu werden und zu leiden““