Jessica Eaves – Die bestohlene Frau, die einem Dieb den Einkauf zahlte

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Jessica Eaves ist gerade in einem Supermarkt unterwegs. Vertieft durchstöbert sie Regale, um ihre Einkaufsliste Punkt für Punkt zu erledigen. Plötzlich bemerkt sie, dass ihre Geldbörse aus ihrer Handtasche fehlt. Voller Entsetzen blickt sie um sich. Sofort kann sie einen Mann ausmachen, der als einziger Verdächtiger in Frage kommt, da sich sonst niemand in ihrer Nähe aufhält. Jessica Eaves nimmt jetzt all ihren Mut zusammen.

Sie läuft ihm nach und stellt den Mann zur Rede: Entweder er soll ihr die Brieftasche sofort wiedergeben, sie vergibt ihm und bezahlt auch noch seine Einkäufe oder sie würde die Polizei rufen. Der Mann ist fassungslos und starrt die Frau völlig entgeistert an. Kurzerhand gibt er ihr die Geldbörse zurück. Wie versprochen zahlt Jessica Eaves den Einkauf von dem Mann, der aus Brot, Wurst, Käse, Milch und Keksen besteht. Knapp über 27 Dollar bezahlt Jessica Eaves für den Mann. Normalerweise hat sie nie Bargeld bei sich, doch an diesem Tag hat sie überraschenderweise genau 28 Dollar einstecken.

Jessica Eaves: „Was ich gemacht hab, sollte eigentlich normal sein“

Der Mann ist danach zu Tränen gerührt, es stellt sich heraus dass er zwei Kinder zu Hause hat und vollkommen pleite ist. Er entschuldigt sich bei Jessica Eaves und wird diesen Tag nie mehr vergessen, als ihm eine bestohlene Frau tatsächlich geholfen hat, die Einkäufe zu bezahlen. Es ist vielleicht diese selbstlose und warmherzige Tat, die das Leben eines bedürftigen Menschen für immer verändern wird.

Jessica Eaves: „Egal, wie viel Geld wir haben, wir sollten immer bereit sein, jenen zu helfen, die bedürftig sind, denn es gibt immer jemanden, der noch bedürftiger ist als wir“

 
Einzelnachweise (abgerufen am 15.09.2015):
1. Yahoo – Frau stellt Dieb und kauft ihm Essen
2. Jesus – Bestohlene zahlt Dieb die Einkäufe

Zwei Freunde in der Wüste

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Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es jedoch zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.

Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand: „Heute hat mich mein bester Freund geschlagen“

Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen nach kurzer Zeit zu einer Oase. Dort beschlossen die beiden, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb plötzlich im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Sekunde.

Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein: „Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet“

Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: „Als ich dich verletzt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?“

Der andere Freund antwortete: „Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein verewigen, damit kein Wind es jemals auslöschen kann“

 

Über Kritik ärgern?

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Ein frecher Junge saß auf einer Palme und warf Kokosnüsse auf die Passanten. Diese ärgerten sich maßlos und schimpften über den Übeltäter.

Plötzlich traf eine Kokosnuss einen alten Mann direkt auf den Kopf.

 
Der Mann hob die Kokosnuss auf und blickte auf den Jungen. Dann trank er die Milch aus, aß das Fruchtfleisch und machte sich einen schönen Becher aus der Schale.

Der Mann, der mit einer Frau flirten wollte

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An einem herrlichen Sommertag joggte eine Frau durch einen Park.

Nach einer Weile bemerkte sie plötzlich einen Mann, der ihr folgte. Die Frau drehte sich um und fragte ihn: „“Warum läufst du mir nach?”“

Der Mann antwortete mit einem Lächeln: „„Weil ich mich in dich verliebt habe!”“

Die Frau sagte: „“Wie kannst du dich denn in mich verlieben? Meine Freundin ist viel schöner als ich. Sie läuft ein Stückchen hinter mir. Geh zu ihr und verliebe dich in sie.”“

Foto von Peter v.d. Sluijs
unter CC BY-SA 3.0

Da kehrte der Mann um und suchte nach der Freundin. Aber er traf nur eine Frau, welche sehr hässlich und unattraktiv war.

Da wurde der Mann sehr ärgerlich, lief wieder vor zu der ersten Frau und entgegnete ihr: „“Warum hast du mich angelogen? Deine Freundin ist viel hässlicher als du!”“

Darauf antwortete die Frau sehr besonnen: „“Du hast mir auch nicht die Wahrheit gesagt. Denn wenn du wirklich in mich verliebt wärst, warum bist du dann zu meiner Freundin gelaufen?”“

Der Mann brachte nun kein Wort mehr heraus und ließ die Frau in Ruhe.

Nick van Bloss -– Der Pianist mit dem Tourette-Syndrom

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Nick van Bloss wurde 1967 in London (England) geboren und wuchs als normales Kind auf. Im Alter von sieben Jahren bekam er jedoch schwere motorische Störungen, immer wieder zuckte er am ganzen Körper oder musste unaufhörlich seinen Kopf schütteln. Nick van Bloss begann ohne Vorwarnung zu schreien und eigenartige Geräusche von sich zu geben, er verspürte auch den Drang sich selbst zu verletzen oder übelste Schimpftiraden zu veranstalten. Er wurde mehrmals untersucht, aber kein Arzt konnte ihm weiterhelfen oder eine medizinische Erklärung für seine unbeherrschten Bewegungen finden. Der Junge litt einfach an einem Aufmerksamkeitsbedürfnis und dies würde nur eine vorübergehende Phase sein, so die Meinung der Ärzte. Das Leben wurde für Nick van Bloss aber zur Hölle.

In der Schule wurde er gemobbt und ausgegrenzt, durch seine plötzlichen Anfälle war er auf sich allein gestellt, ohne Freunde. Auch von den Lehrern wurde er nicht unterstützt, sie verspotteten ihn zusätzlich und waren der Meinung, dass Nick van Bloss nur Aufmerksamkeit auf sich lenken wollte. Es war eine ungeheure Leidenszeit für ihn, denn er wusste nicht einmal, was ihm genau fehlte. Ohne jeden Lichtblick fristete er ein freudloses Leben, bis er im Alter von elf Jahren ein altes Klavier geschenkt bekam.

Als Nick van Bloss die ersten Tasten auf dem Klavier berührte, spürte er sofort eine bedeutende Verbindung zu diesem Musikinstrument. Er merkte bald, dass er durch das Klavierspiel zur Ruhe kam und ihn keine plötzlichen Anfälle mehr überkamen. Das Klavier veränderte das Leben von Nick van Bloss, er war beim Spielen nicht nur sehr entspannt, er hatte auch eine unvorstellbare Begabung. Innerhalb weniger Monate absolvierte er mit großem Erfolg eine Klavierausbildung und spielte nach einer Weile so leidenschaftlich am Klavier, dass er immer wieder viele Leute in seinen Bann ziehen konnte.

Nick van Bloss: „„Es war eine Art von Liebe auf den ersten Blick““

Im Alter von fünfzehn Jahren begann er aufgrund seines großen Talentes an der berühmten Musikhochschule „Royal College of Music“ zu studieren. Nick van Bloss wurde als große Zukunftshoffnung gefördert und gewann bald einige bedeutende Preise und Auszeichnungen. Jedoch musste er abseits vom Klavierspiel ständig Probleme und Hindernisse durch seine Krankheit überwinden, denn er hatte noch immer mit belastenden motorischen Störungen zu kämpfen. Erst im Alter von 21 Jahren wurde bei ihm das Tourette-Syndrom diagnostiziert. Nick van Bloss fühlte sich befreit, da er nun endlich wusste, was ihm fehlte. Aber er war auch betroffen, dass viele Ärzte die eindeutigen Anzeichen vom Tourette-Syndrom nicht schon früher bei ihm erkannten.

Nick van Bloss schaffte durch sein schwungvolles, dynamisches und exzellentes Klavierspiel bald seinen internationalen Durchbruch. Er spielte die berühmtesten Werke von Chopin, Beethoven, Mozart oder Bach in einer so außergewöhnlichen Weise, dass er damit problemlos alle Konzerthallen füllen konnte.

Nick van Bloss gelang der Sprung von einem nicht beachteten Außenseiter zu einem berühmten Pianisten. Durch das Klavierspiel entwickelte er eine einzigartige Lösung, seine Krankheit in den Griff zu bekommen. Plötzlich auftretende körperliche Spannungen oder unwillkürliche Lautäußerungen hatten keine Chance mehr, wenn Nick van Bloss am Klavier saß. Er schaffte es, seine größte Behinderung zu seiner größten Stärke umzuwandeln und zeigte, dass man mit einem besonderen Talent trotz vieler Hindernisse einiges im Leben erreichen kann.

Nick van Bloss: „„Ich liebe alles an dem Klavier““

Die Nägel im Zaun

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Es war einmal ein kleiner Junge, der schnell wütend wurde und dann ausrastete. Da gab ihm sein Vater einen Hammer und eine große Packung voller Nägel: „Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und ausrastet, gehst du zu diesem Zaun, und schlägst einen Nagel hinein.“ Der Junge war einverstanden, auch wenn er den Sinn dahinter nicht verstand.

Am nächsten Tag hämmerte der Bub bereits 20 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die der Junge in den Zaun schlug. Ihm wurde bewusst, dass es einfacher war, Nägel in den Zaun zu hämmern, als auszurasten.

Eines Tages war es schließlich so weit, dass er überhaupt nicht mehr ausrastete. Ganz stolz teilte er das seinem Vater mit. Der Vater nahm ihn bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun: „Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht ausrastet, darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“ Der Bub war wieder einverstanden.

Wieder vergingen mehrere Tage, bis der Junge zu seinem Vater lief und ihm mitteilte, dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind. Der Sohn freute sich sehr.

Gemeinsam gingen sie zum Zaun. Der Vater sagte zu ihm: „Ich bin sehr stolz auf dich. Das hast du toll gemacht. Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“

Der Junge stimmte seinem Vater zu. Der Vater fuhr fort: „Denk daran, wenn du das nächste Mal wütend etwas zu anderen Menschen sagst. Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du dich entschuldigst, die Narben bleiben.“

 

Der Mönch mit der unnötigen Last

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Ein alter Mönch und ein junger Mönch wanderten eine Straße entlang und kamen irgendwann an einen reißenden Fluss. Der war aber weder besonders tief noch besonders breit und deshalb wollten sie einfach hindurchstapfen. Da näherte sich ihnen eine junge Frau, die schon eine Weile am Flussufer gewartet hatte. Sie war sehr elegant gekleidet, wedelte mit ihrem Fächer, klimperte mit ihren Wimpern und lächelte sie mit großen Augen an.

„Oh“, sagte sie, „die Strömung ist so stark und das Wasser ist so kalt. Und wenn meine Kleid nass wird, ruiniert das nur die Seide. Könnte mich vielleicht einer von euch beiden über den Fluss tragen?“ Bei diesen Worten ging sie auf den jungen Mönch zu. Nun dachte aber der junge Mönch, dass das Benehmen der Frau ungehörig sei. Er fand sie verwöhnt und unverschämt und dachte, dass sie eine Lektion verdient habe. Deshalb beachtete er die junge Frau nicht und watete einfach durch den Fluss. Doch der alte Mönch zuckte mit den Achseln, hob die junge Frau hoch, trug sie über den Fluss und setzte sie auf der anderen Seite wieder ab. Dann wanderten die beiden Mönche weiter.

Obwohl sie schweigend wanderten, war der junge Mönch wütend. Er dachte, dass sein älterer Kollege das Falsche getan hatte, denn er war mit dieser verwöhnten Person so nachsichtig gewesen. Und was noch schlimmer war, er hatte eine Mönchsregel verletzt, da er die Frau berührt hatte. Und während die beiden Mönche so weiterwanderten, ärgerte sich der junge Mönch und schimpfte dabei im Stillen. Schließlich hielt er es nicht mehr aus und tadelte seinen Begleiter mit lauter Stimme dafür, dass er die junge Frau über den Fluss getragen hatte. Er war vor Wut völlig außer sich und sein Gesicht war schon ganz rot angelaufen.

„Oje“, sagte der alte Mönch. „Schleppst du diese Frau immer noch mit dir herum? Ich habe sie schon vor einer Stunde abgesetzt.“ Dann zuckte er mit den Achseln und wanderte weiter.