Die Engel der Kinder

„Lesezeit: ca. 2 Minuten“

Es war einmal ein Kind, das bereit war geboren zu werden.

Das Kind fragte Gott: „Sie sagen mir, dass du mich morgen auf die Erde schicken wirst, aber wie soll ich dort leben, wo ich doch so klein und hilflos bin?“ Gott antwortete: „Von all den vielen Engeln suche ich zwei für dich aus. Deine Engel werden auf dich warten und auf dich aufpassen.“

Das Kind erkundigte sich weiter: „Aber sag, hier im Himmel brauche ich nichts zu tun, außer singen und lachen, um fröhlich zu sein.“ Gott sagte: „Deine Engel werden für dich singen und auch für dich lachen, jeden Tag. Und du wirst die Liebe deiner Engel fühlen und sehr glücklich sein.“

Wieder fragte das Kind: „Und wie werde ich in der Lage sein, die Leute zu verstehen, wenn sie zu mir sprechen und ich die Sprache nicht kenne?“ Gott sagte: „Deine Engel werden dir die schönsten und süßesten Worte sagen, die du jemals hören wirst, und mit viel Ruhe und Geduld werden deine Engel dich lehren zu sprechen.“

„Und was werde ich tun, wenn ich mit dir reden möchte?“ Gott sagte: „Deine Engel werden deine Hände aneinanderlegen und dich lehren zu beten.“

„Ich habe gehört, dass es auf der Erde böse Menschen gibt. Wer wird mich beschützen?“ Gott sagte: „Deine Engel werden dich verteidigen, auch wenn sie dabei ihr Leben riskieren.“

„Aber ich werde immer traurig sein, weil ich dich niemals wieder sehe.“ Gott sagte: „Deine Engel werden mit dir über mich sprechen und dir den Weg zeigen, auf dem du immer wieder zu mir zurückkommen kannst. Dadurch werde ich immer in deiner Nähe sein.“

In diesem Moment herrschte viel Frieden im Himmel, aber man konnte schon Stimmen von der Erde hören und das Kind fragte schnell: „Gott, bevor ich dich jetzt verlasse, bitte sage mir noch schnell die Namen meiner Engel!“
„Ihre Namen sind nicht wichtig. Du wirst sie einfach Mama und Papa nennen …“

Einzelnachweis (abgerufen am 20.07.2016):
www.sonnenkinder21.at

Wie ein Japaner seine blinde Ehefrau überraschte

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Jahrelang lebten Herr und Frau Kuroki glücklich und zufrieden zusammen mit ihren Kindern auf einem Bauernhof. Doch das japanische Ehepaar erlebte einen schweren Schicksalsschlag, als Frau Kuroki aufgrund einer schweren Diabetes ihr Augenlicht verlor. Voller Verzweiflung musste ihr Mann mitansehen, wie seine Frau immer depressiver wurde und nur mehr selten das Haus verließ.

Ihre Liebe wurde auf eine schwere Probe gestellt. Herr Kuroki überlegte lange, wie er seine Frau wieder zum Lächeln bringen konnte. Um das zu schaffen, hatte er eine unglaubliche aber faszinierende Idee.

Herr Kuroki wusste, dass seine Frau die Natur über alles liebte. Zwar konnte sie die Mutter Erde nicht mehr sehen, dafür hatte sie aber noch ihren Geruchssinn. Er entschloss sich, für seine Frau einen Blumengarten anzulegen. So begann er, Schritt für Schritt Blumen im heimischen Garten anzupflanzen. Innerhalb von 2 Jahren schaffte er es, dass im ganzen Garten ein riesiges Blumenmeer entstand, wo tausende pinke Shibazakura Blumen erblühten.

Der Duft der Blumen verbreitete sich auf dem ganzen Bauernhof. Langsam aber sicher kroch die Ehefrau wieder aus ihrem Schlupfloch hervor. Nach so langer Zeit der Hoffnungslosigkeit sollte sich der größte Wunsch des liebenden Ehemannes tatsächlich erfüllen. Durch den betörenden Duft der Blumen kehre die Lebensfreude seiner Frau wieder zurück und er sah seine große Liebe endlich wieder lachen.

Herr Kuroki zeigte den Menschen, dass es auf der Welt eine tiefgreifende Liebe gibt, die mit bloßem Auge oft nicht zu erkennen ist. Herr Kuroki fand einen bemerkenswerten Weg, sie wieder zum Strahlen zu bringen.

Mittlerweile entwickelte sich dieser außergewöhnliche Garten zu einem beliebten Ausflugsort. Tausende verliebte Paare und Touristen besuchen jedes Jahr diesen Ort, wo sie nicht nur ein wunderschönes Blumenparadies erwartet, sondern auch in jeder einzelnen Blume die Liebe von Herrn Kuroki für seine Frau spüren.

 

Einzelnachweise (abgerufen am 12.07.2016):
1. Sixx.at – Mann pflanzt seiner blinden Frau ein Blumenparadies
2. nur-positive-nachrichten.de – Zwei Jahre pflanzte ein Mann Blumen um seine blinde Frau glücklich zu machen

Gabi Mann – Die einzigartige Freundschaft zu den Krähen

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Als kleines Mädchen verliert die kleine Gabi Mann aus Seattle (USA) ab und zu kleine Essensreste von ihren Snacks im Garten. Bei kleinen Kindern kann dies durchaus vorkommen, doch diesmal bleiben diese Essensreste nicht unbemerkt liegen. Denn den Krähen in der Nachbarschaft fällt das auf und sie beginnen, diese Essensreste zu verzehren.

Gabi ist begeistert davon und füttert die Vögel weiter. Auf dem Weg zum Schulbus teilt sie ihr Jausenbrot mit ihnen oder sie sammelt Nüsse für die Krähen. Es entwickelt sich ein richtiges Ritual zwischen ihr und den Vögeln. Während Gabi das Vogelbad im Garten mit frischem Wasser befüllt, versammeln sich bereits die Krähen auf den Stromleitungen, um auf ihre Fütterung zu warten. Doch da geschieht etwas Unerwartetes.

Plötzlich tauchen erste glänzende Geschenke im Garten auf. Glasperlen, Knöpfe, Schrauben, Schmuckstücke und vieles mehr. Die Krähen beginnen tatsächlich, sich für die Fütterung von Gabi mit diesen Spenden zu bedanken. Krähen sind soziale und treue Vögel und merken sich sehr gut, wer sie gut behandelt. Und bei Gabi haben sie eine echte Freundin gefunden.

Gabi bewahrt die Geschenke der Krähen in einer Schachtel auf, es bedeutet ihr alles auf der Welt. Sogar die Wissenschaft hat sich für diesen Fall interessiert, denn diese Beziehung zwischen Mensch und Vogel ist wirklich einzigartig. Eine Freundschaft, die tatsächlich möglich ist, wenn Vertrauen und Herzlichkeit die Grundlage dafür ist.

Gabi Mann: „Diese Dinge sind wie eine Gegenleistung. Es zeigt mir, wie sehr sie mich lieben“

Einzelnachweise (abgerufen am 29.10.2015):
1. Bild – Mädchen (8) bekommt Geschenke von Krähen
2. Welt – Krähen bringen achtjährigem Mädchen Geschenke
3. Woman.at – Dieses Mädchen bekommt Geschenke von Vögeln

Miles Scott –- Wie er als „Batkid“ die Herzen der Menschen eroberte

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Als Miles Scott 18 Monate alt war, wurde bei ihm Leukämie festgestellt. Der kleine Junge musste schwere Zeiten durchmachen, und auch für die Eltern waren die langen Krankenhausaufenthalte eine enorme Belastung. Miles Scott hatte trotz seiner Erkrankung einen sehnlichsten Wunsch in seinem Leben, denn er wollte einmal ein echter Held sein. Er träumte davon, gemeinsam mit seinem großen Idol Batman (Comic-Held) auf Verbrecherjagd zu gehen und den Kriminellen das Handwerk zu legen. Von diesem großen Wunsch hörte eines Tages auch die „Make-A-Wish-Foundation“, welche sich die unentgeltliche Erfüllung von Herzenswünschen schwerstkranker Kinder zum Ziel gesetzt hatte. Etwa einen Monat vor diesem Vorhaben wurden ein paar freiwillige Helfer gesucht und erste Vorbereitungen wurden getroffen. Als sich die Eltern mit ihrem fünfjährigen leukämiekranken Sohn auf den Weg nach San Francisco (Kalifornien) machten, sollte sie eine große Überraschung erleben.

Als sie ankamen, wurde Miles Scott ein Batman-Kostüm überreicht, und dies höchstpersönlich vom Polizeichef von San Francisco. Ein schwarzer Lamborghini, welcher extra mit gelben Aufklebern versehen wurde, stand schon als Batmobil bereit. Das Herz des kleinen Jungen pochte wie wild, als er plötzlich sein großes Idol Batman (verkleideter Schauspieler) erblickte. Er durfte nun tatsächlich mit seinem Vorbild in das Auto steigen und mit ihm auf Verbrecherjagd gehen. Als sich „Batman“ und „Batkid“ auf den Weg machten, wurde sie von Polizisten auf Motorrädern begleitet. Was sie jedoch nicht wussten war, dass viele Menschen im Internet von dieser außergewöhnlichen Aktion mitbekommen hatten.

Mehr als 10.000 Schaulustige hatten sich an den verschiedenen Standorten versammelt, um Miles Scott anzufeuern. „Batkid“ musste eine Frau retten, welche natürlich nur zum Schein auf die Gleise der Kabelbahn von San Francisco gefesselt war und er legte einem fiktiven Dieb das Handwerk, welcher gerade eine Bank ausrauben wollte. Tausende Zuschauer klatschten lautstark Beifall und jubelten dem überglücklichen Jungen zu, als dieser seine Aufgaben mit Bravour meisterte. Straßen wurden gesperrt und Helikopter kreisten über die Stadt, als „Batkid“ sich auf die Verfolgungsjagd machte, um den Schurken „Pinguin“ mit Erfolg wieder einzufangen. Fünf Stunden durfte sich Miles Scott in ganz San Francisco austoben, hunderte freiwillige Helfer organisierten ihm ein unvergessliches Erlebnis.

Am Ende des Tages traf sich Miles Scott noch mit dem Bürgermeister von San Francisco. Umjubelt von tausenden begeisterten Zuschauern und live im Fernsehen übertragen erhielt „Batkid“ als Dank einen symbolischen Schlüssel der Stadt überreicht. Der Fünfjährige war so überwältigt von dieser feierlichen Zeremonie, dass er vor Begeisterung nur noch seine Faust in den Himmel strecken konnte. Auch die Eltern des Jungen, welche neben ihm standen, waren zu Tränen gerührt.

Lokalzeitungen feierten den kleinen Helden mit Schlagzeilen wie „Batkid rettet die Stadt“ und sogar die Staatsanwaltschaft von San Francisco gab eine Pressemitteilung mit Anklageerhebung gegen die Feinde von „Batkid“ heraus. Miles Scott erhielt zudem eine Videobotschaft vom US-Präsidenten Barack Obama und auch in den sozialen Netzwerken war der Junge der absolute Star. Der Tag von „Batkid“ wurde im Internet in über 100 Ländern gezeigt und von Millionen mitfühlenden Menschen verfolgt.

Diese besondere Aktion ging in die Geschichte ein als der Tag, wo eine ganze Stadt einem kleinen Jungen ihre positive Energie übermitteln konnte. Der fünfjährige Miles Scott schaffte es in späterer Folge, seinen Krebs zu überwinden. In seinem Herzen sind bis heute die vielen freudestrahlenden Menschen so fest verankert, dass er diesen außergewöhnlichen Tag nie mehr vergessen wird. Außerdem wollte er als „Batkid“ noch viele Abenteuer bestreiten.

 

Was kostet eine Stunde Zeit?

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Ein kleines Mädchen ging zu ihrem Vater und fragte ihn: „“Was verdienst du in einer Stunde?““ Der Vater, welcher gerade vor seinem Computer saß und an einer Präsentation arbeitete, reagierte gereizt und keifte zurück: „“Man fragt doch nicht was jemand verdient, so etwas tut man nicht!““ Traurig verließ das Mädchen das Büro. Der Vater hatte durch sein harsches Verhalten aber dann doch ein schlechtes Gewissen und ging in das Zimmer seiner Tochter. „“Wenn du es wirklich wissen willst, ich verdiene etwa 30 Euro in der Stunde.““

Die Tochter begann den Vater anzubetteln: „“Bekomme ich 20 Euro von dir? Ich brauche das Geld, unbedingt!““ Der Vater war überrascht und gab der Forderung schließlich nach, da es seiner Tochter wirklich wichtig zu sein schien. Er wollte aber von ihr wissen, was sie denn mit dem Geld tun wollte. Freudestrahlend holte das Mädchen eine kleine Box hervor, wo sich bereits 10 Euro befanden. Der Vater wurde wieder ärgerlich: „“Warum wolltest du denn Geld von mir haben, wenn du doch schon welches hattest? Nur um wieder dummes Spielzeug zu kaufen von meinem hart verdienten Geld?““

Das Mädchen stammelte kleinlaut zurück: „“Ich hatte einfach noch nicht genug beisammen. Jetzt kann ich mir eine Stunde kaufen um mit dir Zeit zu verbringen.““

Dem Vater stiegen Tränen in die Augen und er umarmte seine Tochter. Er hatte in dieser Sekunde begriffen, dass das wichtigste Geschenk für seine Tochter die gemeinsame Zeit war.

 

Michael Röhrdanz –- Wahre Liebe kann Berge versetzen

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Als Michael Röhrdanz Angela kennenlernte, wusste er, dass sie die Liebe seines Lebens war. Nach kurzer Zeit wurden sie ein Paar und es folgte eine echte Traumhochzeit. So vergingen die Jahre und Angela wurde bereits zum dritten Mal schwanger. Das Familienglück schien perfekt und Michael Röhrdanz freute sich bereits auf den neuen Familienzuwachs. Doch die heile Welt sollte bald schwere Risse bekommen.

Im dritten Schwangerschaftsmonat bekam Angela Röhrdanz plötzlich Schmerzen in ihrem Arm. Im Krankenhaus stellten die Ärzte eine Durchblutungsstörung im Gehirn fest, Angela Röhrdanz hatte einen schweren Schlaganfall erlitten. Als ihr Ehemann im Spital eintraf, versuchte er sofort, zu seiner Frau durchzudringen. Michael Röhrdanz hatte eine Heidenangst um seine Frau, und als er sie später erblickte, war diese auch berechtigt. Ihr ganzer Körper war verkrampft und ihr Gesicht war komplett verzerrt. Als ihm die Ärzte die Diagnose mitteilten, brach für Michael Röhrdanz eine Welt zusammen. Seine Frau litt unter einem „Locked-in-Syndrom“ („Gefangensein-Syndrom“) und die Ärzte sprachen von einem sicheren Todesurteil.

Michael Röhrdanz: „“Meine Frau war gefangen im eigenen Körper. Mediziner gaben ihr drei Wochen zu leben, auch dem Säugling wurden keine Chancen gegeben““

Das „Locked-in-Syndrom“ war ein Zustand, in dem ein Mensch zwar bei vollem Bewusstsein war, aber körperlich fast vollständig gelähmt war und sich nicht mehr durch Bewegungen oder durch die Sprache verständlich machen konnte. Angela Röhrdanz war nun einbetoniert in ihrem eigenen Körper, sie konnte alles in ihrer Umgebung hören und verstehen, nur die rechte Wimper konnte sie ein bisschen bewegen. Die Ärzte gaben die Mutter und ihr ungeborenes Kind auf und drängten Michael Röhrdanz dazu, seine Frau von den Qualen zu erlösen. Michael Röhrdanz musste nun eine Entscheidung treffen über Leben oder Tod. Und sie betraf die Liebe seines Lebens.

Zur Überraschung der Ärzte wählte er jedoch einen mühsamen und unbequemen Weg. Michael Röhrdanz entschied sich, weiter um seine Frau zu kämpfen und alles Mögliche zu versuchen, ihr zu helfen. Er krempelte sein Leben komplett um, denn nun war er ganz auf sich allein gestellt. Er ging weiterhin zur Arbeit und kümmerte sich um die Kinder. Fast täglich besuchte er seine geliebte Frau im Krankenhaus, welche bewegungslos in ihrem Bett lag. Michael Röhrdanz las ihr vor und machte ihr Mut, denn er würde sie nicht aufgeben. Ein unfassbarer Druck lastete auf seinen Schultern, denn es war ein sehr einsamer Kampf. Er suchte Hilfe bei den Ärzten, aber immer wieder wurde er mit niederträchtigen Kommentaren abgewiesen, dass seine Frau sowieso sterben würde. Aber Michael Röhrdanz ließ sich davon nicht entmutigen, trotz aller Widerstände war er weiter für seine Frau da, Tag für Tag.

Es vergingen mehrere Monate, als ein Wunder geschah. Die Ärzte brachten per Kaiserschnitt tatsächlich ein gesundes Baby zur Welt, für die Mediziner war es eine echte Sensation. Und diese Geburt war der Weckruf für Angela Röhrdanz, wieder in das normale Leben zurückzukehren. Durch viele Therapien gelang es ihr, einen Finger zu bewegen und irgendwann sogar die Hand. Immer an ihrer Seite war Michael Röhrdanz, welcher unermüdlich und mit großem Aufwand seine Frau unterstützte. Und dies nicht über Wochen oder Monate, sondern über Jahre.

Sechs Jahre nach dem Schlaganfall konnte seine Frau wieder selbstständig am täglichen Leben teilnehmen. Michael Röhrdanz hatte es geschafft, seine gesamte Familie wieder glücklich zu vereinen. Doch nur zwei Jahre später verstarb seine Frau an einem geschädigten Herzen und Nierenversagen durch einen schweren Grippevirus. Völlig niedergeschlagen beschloss Michael Röhrdanz, die Geschichte von ihm und seiner Frau in einem Buch zu verarbeiten, denn dadurch wurde seine geliebte Frau für ihn wieder lebendig.

Michael Röhrdanz: „“Mein größter Wunsch ist es, dass das Buch vielen Menschen Mut macht, niemals aufzugeben. Ich glaube daran, dass Liebe Berge versetzen kann““

Michael Röhrdanz stellte sich im Alleingang gegen die Ärzte und traf eine mutige Entscheidung, für seine Frau zu kämpfen. Er wusste nicht, ob seine Handlung richtig war oder er einfach auf die Ärzte hätte hören sollen. Aber trotz jahrelanger Widerstände und Konflikte stand er bis zur letzten Sekunde zu seiner Entscheidung, und dafür verdiente er höchsten Respekt. Durch seine Willenskraft wurde er zum Vorbild für viele Menschen, auch in schwierigen Situationen durchzuhalten und an die Kraft der Liebe zu glauben.

Liebst du mich?

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Ein Mädchen fragte einen Jungen „Magst du mich?“ – Er sagte nein.
Sie fragte „Findest du mich hübsch?“ – Er sagte nein.
Sie fragte „Bin ich in deinem Herz?“ – Er sagte nein.
Als letztes fragte sie „Wenn ich weggehen würde, würdest du für mich weinen?“ – Er sagte wieder nein.

Sie ging traurig davon.

Schnell packte er sie am Arm und sagte „Ich mag dich nicht, ich liebe dich.
Ich finde dich nicht hübsch, ich finde dich wunderschön.
Du bist nicht in meinem Herz, du bist mein Herz.
Ich würde nicht für dich weinen, ich würde für dich sterben!“

Die Hochzeit wird ewig im Herzen bleiben

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Katie Kirkpatrick wuchs in Metamora, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Detroit (USA) auf. Sie war ein hübsches Mädchen, war sehr gesellig und engagierte sich immer wieder bei verschiedenen gesellschaftlichen Ereignissen, weshalb sie überall sehr beliebt war. Zusätzlich war Katie noch im Kirchenchor und sie war als Babysitterin bei allen Eltern in der Stadt beliebt. Männer standen bei ihr Schlange, aber durch die konservative Erziehung der Eltern war sie diesbezüglich sehr zurückhaltend. Es gab da nur Nick Godwin, mit dem sie von klein auf sehr gut befreundet war. Aber sie waren nur enge Freunde, denn sie ging gerade auf die High School und Nick war auf dem College. In den Ferien verbrachten sie jede freie Minute miteinander, und der Kontakt wurde immer aufrechterhalten, denn vor allem Nick war sehr verliebt in Katie.

Im Februar 2002 entschied Nick in einem letzten Versuch, das Herz von Katie für sich zu gewinnen und alles auf eine Karte zu setzen. Am Valentinstag schrieb er ihr ein persönliches E-Mail, und er würde aufgeben, falls er nichts von ihr hören würde. Und es kam tatsächlich eine Antwort zurück, die Nick aber mitten ins Herz treffen sollte. Es war eine Nachricht von David Kirkpatrick, dem Vater von Katie. Er schrieb dass bei Katie ein Hirntumor diagnostiziert wurde und sie sich im Krankenhaus befand, es war sehr ernst. Sofort fuhr Nick zu Katie und besuchte sie im Krankenhaus. Er konnte es sich nicht erklären, aber er musste unbedingt bei ihr sein. Und er blieb bei ihr um sie zu unterstützen.

Ein paar Wochen später wurde Katie operiert, und mit den Nachbehandlungen ging es ihr von Tag zu Tag besser. Sie fühlte sich gesund und es gab keine Anzeichen mehr von Krebs. An ihrer Seite war noch immer Nick, der nicht von ihrer Seite wich. Mit der Zeit erkannte sie, dass sie möglicherweise mehr als Freundschaft in Richtung Nick fühlte als sie sich selbst eingestehen wollte. Und so dauerte es nicht lange, und Katie gestand Nick, dass sie ihn ebenfalls liebte. Das junge Liebesglück schien perfekt, jedoch kehrte wenige Monate später plötzlich der Krebs wieder zurück, und diesmal setzte er sich in und um ihre Lunge fest, und dieser Krebs war nicht zu operieren. Katie musste eine Chemotherapie im Krankenhaus machen, jedoch wurde sie täglich schwächer und kränklicher.

Immer wieder betrachtete sie ihr Foto von der High School, wo sie aufgrund ihrer Beliebtheit zur „Homecoming Queen“ gewählt wurde. Würde sie jemals wieder so unbeschwert durch das Leben gehen können? Sie beschloss weiterzukämpfen, trotz aller Qualen war Katie positiv eingestellt und gab die Hoffnung nicht auf.

Die Kirche war mit vielen Rosen geschmückt, die abgedeckten Lichter vermittelten ein romantisches Flair. Über 400 Bekannte und Freunde waren gekommen, um Zeuge dieser Eheschließung zwischen Nick und Katie zu werden. An diesem kalten Samstag im Januar 2005 ging ein Raunen durch die Menschen in der Kirche, als sie die wunderschöne Katie mit ihrem weißen und funkelnden Hochzeitskleid erblickten. Langsam und lächelnd schritt sie im Arm ihres Vaters den Gang der Kirche entlang. Sie hatte ein wunderbares Lächeln und zog durch ihre ganze Ausstrahlung bald alle Anwesenden in ihren Bann. Doch der Schein täuschte. Ihre Atmung war so schwerfällig, dass ständig eine Sauerstoffflasche in ihrer Nähe war. Die Schmerzen in ihrem Rücken waren so intensiv, dass nicht einmal mehr Morphium-Injektionen halfen. Sie brauchte bereits einen Rollstuhl, weil sie durch die angeschwollenen Füße oft nicht mehr eigenständig gehen konnte. Aber trotz ihrer Schmerzen und des bereits abgemagerten Körpers hielt sie tapfer durch und ließ sich ihre schwere Erkrankung nicht anmerken.

Die Gelübde waren einfach und kurz. Es war eine schöne Zeremonie durch den Priester, der Katie bereits seit sie ein Kind war kannte. Nachdem sich das Brautpaar geküsst hatte, standen sie noch einige Momente Stirn an Stirn zusammen. Nick flüsterte ihr zu: „Ich liebe dich“. Es waren überwältigende Momente und Katie war noch nie glücklicher in ihrem Leben. Die Hochzeit verlief ohne weitere Zwischenfälle, jedoch musste Katie ab und zu eine Auszeit einlegen, da sie nicht lange stehen konnte und sie immer wieder Schmerzen hatte.

Es wurde eine Diashow gezeigt mit Bildern von Katie und Nick und ihrer Kindheit. Als das Brautpaar zu dem Lied: „I Live My Life For You“ eng umschlungen tanzte, konnten viele der Anwesenden ihre Tränen nicht unterdrücken, es war ein wunderschönes Paar. Als Katie eine Pause in ihrem Rollstuhl machen musste, beobachtete sie stolz das Hochzeitstreiben. Sie dachte an die lange Vorbereitungszeit, trotz ihrer Erkrankung plante sie die Hochzeit selbst, genauso wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Plötzlich kam Nick mit ein paar Freunden auf sie zu und begannen spontan, ein Ständchen für Katie zu singen. Die Töne wurden zwar oft verfehlt, aber es war unglaublich lustig. Katie musste so herzhaft lachen, dass sie alles um sich herum vergaß.

Nur fünf Tage nach der Hochzeit verstarb Katie an ihrer schweren Krebserkrankung, im Alter von 21 Jahren.

In die gebuchten Flitterwochen schafften sie es nicht mehr. Sie schafften es auch nicht mehr eine gemeinsamen Familie mit Kindern zu gründen oder in ihrem geplanten Traumhaus zu leben. Katie wurde viel zu früh aus dem Leben gerissen, trotzdem strahlte sie bis zu ihrem Tod eine unglaubliche Lebensfreude und Kraft aus. Sie hatte immer Hoffnung und gab den Menschen in ihrer Umgebung trotz ihrer Krankheit immer wieder Zuversicht.

Es gibt nichts Schlimmeres als einen geliebten Menschen zu verlieren und zu wissen, dass man zuviel Zeit sinnlos vergeudet hat. Nick verlor die große Liebe seines Lebens. Aber er hatte zumindest die Gewissheit, die gemeinsamen Tage mit Katie sinnvoll genützt zu haben.

Nick: „„Es war wundervoll. Es war wie ein wahr gewordener Traum. Sie war der schönste Engel auf Erden – liebevoll und selbstlos, und für jeden eine Inspiration. Sie lächelte immer, egal was passierte, egal welche Neuigkeiten sie erhielt“