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Als Kennedy geboren wird, ist ihre Mutter am Boden zerstört. Nicht, weil sie ihr Baby glücklich in ihren Händen hält. Es sind die Ärzte, die düstere Prognosen stellen. Sie sprechen von einer geringen Lebensqualität und dass ihre Tochter nie selbstständig leben kann. Sie empfehlen ein Heim für eine bessere Betreuung. Ein Arzt spricht davon, das Baby zur Adoption freizugeben. Die Diagnose? Trisomie 21, Down-Syndrom.
Renee Garcia: „In der Nacht, in der Kennedy geboren wurde, wurde mir das Herz gebrochen, als ich erfuhr, dass sie an dieser Krankheit leidet. Das passierte, weil ich nur ein negatives, düsteres Bild von Ärzten bekam, die wirklich keine Ahnung hatten, was die Zukunft meines Kindes wirklich bereithalten würde“
Eine freundliche Hebamme im Krankenhaus gibt der Mutter zum ersten Mal Hoffnung. Sie sagt, wie schön ihre Tochter ist und dass auch sie ein Kind mit Down-Syndrom hat. Durch diese Unterhaltung fasst die Mutter neuen Mut. Sie vertraut ihrem Instinkt und stellt sich gegen den Rat der Ärzte, ihre Tochter wegzugeben. Sie will ihr eigenes Kind nicht aufgeben!
Kennedy muss weitere Schicksalsschläge überwinden. Leukämie, Operationen und medizinische Eingriffe erschweren den Start in ihr noch junges Leben. Trotz der Krankenhausaufenthalte lässt sich das Mädchen nicht unterkriegen. Sie zeigt eine Begeisterung für Tanzvideos und ist wie gefesselt davon. Als es ihr wieder besser geht, beginnt sie Tanzkurse zu nehmen. Der Tanz wird zur größten Leidenschaft von Kennedy. Es ist der Startschuss für ein außergewöhnliches Leben.
Kennedy Garcia: „Ich liebe es zu tanzen, wenn ich in einer Gruppe oder auf der Bühne bin oder einfach allein in meinem Zimmer. Es macht mich glücklich und bringt mir Frieden. Ich fühle mich am glücklichsten, wenn ich in Bewegung bin“
Unterstützt von ihrer Familie entwickelt sich Kennedy zu einer lebenslustigen jungen Frau. Sie nimmt nicht nur erfolgreich an großen Tanzwettbewerben teil, sondern wird auch als Model für internationale Marken gebucht. Sie liebt es zu tanzen, zu singen, mit ihrem Make-up zu experimentieren oder mit ihren Freunden ins Kino zu gehen. Zudem schafft sie ihren Schulabschluss. Kennedy strahlt große Lebensfreude aus. Ihre Seele erblüht in den schönsten Farben!
Kennedy Garcia: „Meine Familie ist meine Stütze. Meine Mutter hat mich nie aufgegeben und mich dazu gedrängt, das beste ICH zu sein, das ich sein konnte. Sie hat nie auf jemanden gehört, der sagte, dass ich das nicht kann… und jetzt tue ich es auch nicht“
Trotz aller Widrigkeiten lässt sich ein Mädchen nicht aufhalten, die Welt zu erobern. Menschen mit Down-Syndrom sind einzigartig, weil sie körperliche Merkmale haben, die sie auszeichnen. Doch wie langweilig wäre unser Planet, wenn wir alle gleich aussehen würden und uns gleich verhalten würden? Es sollte selbstverständlich sein, die Unterschiede zwischen den Menschen anzuerkennen. Unsere Andersartigkeit ist unsere größte Stärke! Die Geschichte von Kennedy Garcia zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Sie macht Mut und Hoffnung. Mut, das Down-Syndrom nicht als Laster, sondern als Chance zu sehen. Und Hoffnung, weil es beweist, dass auch Ärzte völlig daneben liegen können. Vor allem, wenn man der leisen Stimme seines Herzens vertraut.
Kennedy Garcia: „Sei einfach du selbst! Die Leute werden dich für das lieben, was du bist“
Einzelnachweise (abgerufen am 01.11.2023):
1. www.newsner.com – Ärzte wollten ein Mädchen mit Down-Syndrom in ein Heim stecken
2. www.echtemamas.de – KENNEDY SOLLTE WEGEN DOWN-SYNDROM INS HEIM
3. www.bunte.de – Ärzte prophezeiten Mädchen mit Down-Syndrom geringe Lebensqualität
4. www.breakingthechainsfoundation.org – AN INTERVIEW WITH KENNEDY JEAN GARCIA
