Katherine Johnson – Wie „Computerfrauen“ den Weltraum eroberten

„Lesezeit: ca. 5 Minuten“

Katherine Johnson wurde am 26. August 1918 in einer kleinen Stadt in West Virginia (USA) geboren. Bereits in jungen Jahren zeigte sie eine hohe mathematische Begabung und war eine sehr talentierte Schülerin. Die Eltern ermöglichten ihr eine gute Ausbildung, so besuchte sie die Highschool und begann später auch am College zu studieren, wo sie vor allem an der Astronomie interessiert war. Diese schulische Bildung war zu jener Zeit keine Selbstverständlichkeit für Afroamerikaner, jedoch fand Katherine Johnson immer die richtigen Förderer.

Katherine Johnson: „Ich zählte die Teller, Messer und Gabeln, die ich abwusch. Ich zählte einfach alles, was man nur zählen konnte. Selbst die Sterne am Himmel versuchte ich zu zählen“

 

Als schwarze Frau hatte es Katherine Johnson schwer, einen für ihre Ausbildung geeigneten Job zu finden. Sie arbeitete anfangs als Lehrerin und wechselte im Alter von 35 Jahren in die Forschung der amerikanischen Luftfahrtindustrie. Hier wurden kluge Köpfe gebraucht, um wichtige und zeitaufwendige Rechenarbeiten durchzuführen. Eine Heerschar von Frauen arbeitete fieberhaft, um Flugbahnen zu kalkulieren, Messdaten zu kontrollieren oder Flugschreiber auszuwerten. Während die Männer den Ruhm in der Öffentlichkeit einheimsten und die großen und wichtigen Aufgaben übernahmen, basierte dies auf der Grundlage der weiblichen „Computerfrauen“. Obwohl diese oft nur mit Stift, Zettel und primitiven Rechenmaschinen arbeiteten.

Katherine Johnson musste wie die anderen schwarzen Mathematikerinnen ein gesondertes Büro benutzen. Wegen der praktizierten Rassentrennung in den USA durften sie weder dieselbe Toilette noch dieselben Tische in der Kantine benutzen wie ihre weißen Kollegen. Die Frauen konnten aber von anderen Abteilungen jederzeit für Rechenarbeiten ausgeliehen werden, um bei verschiedensten Projekten mitzuhelfen. So kam Katherine Johnson als Aushilfe in die Abteilung für die Flugforschung, die nur von Männern besetzt war. Hier sollte sie wieder Rechenarbeiten durchführen und ihren männlichen Kollegen unterstützen. Doch Katherine Johnson weigerte sich, immer nur als gewöhnliche Hilfskraft im Hintergrund zu agieren.

Katherine Johnson: „Meine Kolleginnen machten, was man ihnen sagte, sie stellten keine Fragen. Ich hakte nach, wollte mehr wissen“

 

Katherine Johnson stellte tiefsinnige Fragen, wollte Zusammenhänge verstehen und machte sich ihre eigenen Gedanken zu den gestellten Aufgaben. Außerdem nahm sie an Meetings teil, die bislang nur den Männern vorbehalten gewesen waren. Genervt mussten ihre männlichen Kollegen nachgeben, weil es eigentlich kein Gesetz dagegen gab, dass dies für Frauen verboten war. Aber Katherine Johnson leistete exzellente Arbeit und machte sich durch ihr analytisches Denken bald unentbehrlich. Sie schaffte es damals als einzige Frau, in eine andere Abteilung ganz aufgenommen zu werden.

In dieser Zeit nahm die Weltraumfahrt einen immer wichtigeren Platz in der Flugforschung ein. Da es hier noch keine richtigen Fachbücher gab, mussten Katherine Johnson und ihre Kollegen improvisieren und ihre rechnerischen Fähigkeiten einbringen. Als die wissenschaftlichen Abhandlungen darüber fertig waren, stand trotz einiger Widerstände auch von direkten Vorgesetzten zum ersten Mal der Name einer Frau auf einem Bericht. Katherine Johnson ermöglichte durch ihre grundlegenden Forschungen dem Astronauten Alan Shepard, den ersten bemannten Flug eines Amerikaners im Weltraum zu absolvieren (1961).

Mittlerweile übernahmen jedoch immer mehr elektronische Geräte die Rechenarbeiten, die jedoch sehr fehleranfällig waren. So wurde Katherine Johnson persönlich von dem bekannten Astronauten John Glenn gebeten, die Zahlen des Computers immer wieder zu überprüfen. Erst als Katherine Johnson die Berechnungen kontrollierte und grünes Licht gab, ging der Astronaut in die Luft – und umkreiste als erster Amerikaner überhaupt dreimal die Erde. Später war Katherine Johnson maßgeblich am Apollo-Programm beteiligt und trug entscheidend zur ersten Mondlandung bei. Als Apollo 13 aufgrund eines Unfalles unplanmäßig zur Erde zurückkehren musste, stellte Katherine Johnson die entscheidenden Berechnungen für den Rückweg an. Durch ihr Improvisationstalent konnten drei Besatzungsmitglieder gerettet werden.

Katherine Johnson griff während ihrer Arbeit oft auf ihre Intuition zurück, da vieles im Weltall noch unerprobt war. Sie spielte dadurch eine entscheidende Rolle bei der Eroberung des Weltraumes und alle Astronauten vertrauten ihrem Spürsinn. In der Vergangenheit spielten immer die Männer die wichtigsten Rollen bei der Weltraumeroberung. Doch in Wirklichkeit war es der Verdienst schlauer „Computerfrauen“ wie Katherine Johnson, welche die maßgeblichen Berechnungen für Weltraumflüge durchführten.

Katherine Johnson ging mutig ihren Weg und vertraute auf ihre Begabung. Sie war eine couragierte Vorkämpferin für alle Frauen und sprengte die Grenzen von Rasse und Geschlecht. Für ihre Leistungen als Pionierin der Raumfahrt erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und wurde im Jahr 2015 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA geehrt. (Presidential Medal of Freedom)

Katherine Johnson: „Es gab keinen Tag, an dem ich nicht gerne zum Job fuhr“


Foto von NASA

 

Einzelnachweise (abgerufen am 20.03.2017):

1. wikipedia.org – Katherine Johnson

2. www.spiegel.de – „Rocket Girls“ der Nasa

3. www.erfolg-magazin.de – Katherine Johnson: Mathe-Genie der NASA

Ein Friedenslicht bringt Hoffnung in die Welt

„Lesezeit: ca. 3 Minuten“

Im Rahmen der größten humanitären Hilfskampagne in Österreich, „Licht ins Dunkel“, wurde im Jahr 1986 eine spezielle Idee geboren. Man wollte von der Geburtsgrotte Jesus in Bethlehem eine Kerze anzünden, um es als weihnachtliches Symbol des Friedens im Sinne der Geburt Jesus zu verteilen. Mit einem Flugzeug und einer explosionssicheren Lampe wurde das Licht nach Österreich gebracht, wo man begann, es erstmals an die Menschen zu verteilen. Das erste Friedenslicht der Welt war geboren.


Foto von Duftkerze


Die Idee von dem Symbol des Friedenslichtes fand sofort großen Anklang unter den Menschen. Besonders die Pfadfinder nahmen sich dieser Aktion an und halfen mit, das Licht auch in andere Länder zu bringen. So wurde das Friedenslicht mit Zügen und teils beträchtlichen Reisestrapazen über ganz Europa verteilt, um es zu den Menschen zu bringen. Eines der größten Ziele war es, das Friedenslicht auch dorthin zu bringen, wo es dringend gebraucht wurde. So brachte man das Licht 2001 zur Adventzeit zum Ground Zero (New York, USA), um tausenden Menschen aufgrund des Terroranschlages Trost und Hoffnung zu spenden.

Das Friedenslicht hat mittlerweile einen festen Platz in den Herzen der Menschen gefunden. Jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit wird das Licht von einem österreichischen Kind in Bethlehem abgeholt, um es dann in die ganze Welt zu entsenden. Egal ob in Kanada, Russland, USA, Argentinien oder Australien, das Friedenslicht ist bereits auf der ganzen Welt zu finden. Unabhängig von Religion und Staatsangehörigkeit kommen Menschen zusammen, um sich an dem Licht zu erfreuen. Es wird gefeiert und oft werden zusammen Weihnachtslieder gesungen. Es gibt wohl kaum eine bessere Art, ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

Das Licht hat einen sehr hohen symbolischen Charakter. Es wird persönlich von den Kindern an Politiker und Staatspräsidenten übergeben, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Auch der Papst höchstpersönlich nahm das Friedenslicht bereits in Empfang.

Das Friedenslicht hat sich innerhalb weniger Jahre von einer kleinen Flamme zu einem gigantischen Lichtermeer ausgeweitet. Überall dort, wo es auftaucht, strahlen die Herzen der Menschen. Es erinnert uns daran, dass wir alle einen Teil zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen können, auch in schwierigen Zeiten. Millionen Menschen schenkt es zudem jedes Jahr neue Freude und Hoffnung.

Ein kleines Friedenslicht hat es geschafft, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.



Einzelnachweise (abgerufen am 06.12.2016):

1. www.friedenslicht.de – Das ORF-Friedenslicht aus Betlehem

2. www.ppoe.at – Die Verteilung des Friedenslichtes

3. www.wikipedia.org – Friedenslicht

Die meditierenden Schüler aus Baltimore

„Lesezeit: ca. 3 Minuten“

In jeder Schule gibt es Kinder, die den Unterricht stören und Unruhe stiften. Die Strafen der Lehrer lassen nicht lange auf sich warten, sie reichen vom Nachsitzen bis hin zu zusätzlichen Hausaufgaben. Doch am Verhalten der Kinder ändert dies meistens sehr wenig, am nächsten Tag beginnt das Spiel von vorne. Die Lehrer mühen sich ab, den Unterricht so gut als möglich zu gestalten und verhaltensauffällige Schüler zu bestrafen. Sind diese Strafen wirklich sinnvoll, um das Verhalten der Schüler langfristig zu ändern? Die Lehrer an der Grundschule in Baltimore (USA) beschlossen, einen vollkommen neuen Weg zu gehen.

Zusammen mit der „Holistic Life Foundation“ wurde ein Achtsamkeitsraum in der Schule eingerichtet. Kein kaltes Klassenzimmer und keine strengen Blicke der Lehrer mehr, stattdessen ein warmer Raum mit gemütlichen Kissen. An diesem Ort der Stille brachte man den Schülern spezielle Atemübungen, Meditationsübungen und Achtsamkeitsübungen bei. Zudem wurde mit den Kindern besprochen, warum sie den Unterricht gestört hatten und was wirklich dahinter steckte. Die Auswirkungen mit dieser neuen „Bestrafung“ waren faszinierend.

Auch die verhaltensauffälligsten Kinder hatten keine Probleme mit der Meditation, sie setzten sich ruhig hin und schafften sich zu sammeln. So kamen die Kinder nicht nur zur Ruhe, sondern kontrollierten auch ihre Wut. Durch diese Meditation herrschte bald nicht nur ein besseres Klima im Klassenzimmer, sondern in der ganzen Schule. Die Kinder beteiligten sich mehr am Unterricht, waren weniger gestresst und erzielten bessere Noten.

Seit tausenden Jahren verbessert Meditation das Wohlbefinden des Menschen. Es wirkt wie eine Art Rüstung, die einen gegen aufwühlende Emotionen schützen kann. Seit der Einführung dieses Achtsamkeitsraumes sind die Schüler ausgeglichener und bringen diese Ruhe auch nach Hause zu ihren Familien.

Die Schule in Baltimore setzt mit der Einführung der Meditationsprogramme neue Maßstäbe. Sie bricht alte Bestrafungsregeln auf und geht mutig neue Wege. Denn es sind Gedanken und Emotionen, auf die wir hören sollten, um die richtigen Lösungen zu finden. Sie zu unterdrücken führt niemals zum Ziel, man sollte sie bewusst wahrnehmen. Als Belohnung gibt es nicht nur glückliche Kinder, sondern auch sehr zufriedene Lehrer.

Eine Idee, die gerne Schule machen darf!

Kirk Philips (Programmkoordinator): „Es ist unglaublich. Man kann sich eigentlich nicht vorstellen, dass kleine Kinder ruhig meditieren. Aber das tun sie“

Einzelnachweise (abgerufen am 03.11.2016):

1. www.weekend.at – Schule setzt auf Meditation statt Bestrafung

2. www.miss.at – So bestraft diese Schule ihre Schüler

3. www.huffingtonpost.de – Eine Schule hat Strafen abgeschafft

Sebastian Lucas – Der Weg zu seinem eigenen Pony

„Lesezeit: ca. 2 Minuten“

Der reitbegeisterte Sebastian Lucas liebte Pferde über alles, weshalb er ein eigenes Pony besitzen wollte. Dies war sein ganz großer Traum, doch die Sache hatte einen kleinen Haken. Sebastian Lucas war erst 7 Jahre alt und er konnte sich diese teure Anschaffung einfach nicht leisten. Aber er wollte seinen Traum nicht aufgeben und ließ sich auch von kritischen Stimmen der Erwachsenen nicht entmutigen.

So fing Sebastian Lucas an, selbstgemachte Limonade an Freunde und Familienangehörige zu verkaufen. Er wollte seinen Eltern zeigen, wie ernst es ihm mit seinem Vorhaben war. Familienfeste waren so eine willkommene Gelegenheit, Cent um Cent einzunehmen. Über 2 Jahre fütterte Sebastian Lucas unermüdlich sein Sparschwein, zusätzlich sparte er sein gesamtes Weihnachtsgeld. Am Ende hatte er ein Vermögen von etwa 2.000 Euro angespart, was für einen kleinen Jungen eine Menge Geld war, aber bei weitem nicht die Kosten für ein Pony abdecken konnte.

Die Eltern aber waren begeistert von ihrem Sohn und seinem außergewöhnlichen Durchhaltevermögen. So beschlossen sie, den Rest für ein Pony selbst draufzuzahlen und ihrem Sohn seinen größten Wunsch zu erfüllen. Als Sebastian Lucas zum ersten Mal das Welsh-Mountain-Pony mit Namen „Tom“ zu Gesicht bekam, brach er in Tränen aus. Sein größter Traum war soeben in Erfüllung gegangen, weil er immer fest an sein Ziel geglaubt hatte.

Wir sollten unseren Kindern niemals sagen, dass sie etwas nicht erreichen können. Wenn man mit vollem Herzen auf seinen Traum hinarbeitet, wird uns das Leben immer Wege und Türen öffnen, auch wenn wir es mit unserem Verstand nicht begreifen können. So wie bei Sebastian Lucas, der mit Mut, Ausdauer und großer Hingabe immer an sein eigenes Pony geglaubt hat und dadurch die Herzen seiner Eltern tatsächlich öffnen konnte.



Einzelnachweise (abgerufen am 19.10.2016):

1. www.berliner-zeitung.de – Siebenjähriger Australier verkauft Limo und spart jahrelang für ein Pony

2. www.wz.de – Siebenjähriger verkauft drei Jahre Limonade für eigenes Pony

Daphne Sheldrick – Die Mutter der Elefanten

„Lesezeit: ca. 4 Minuten“

In Afrika spielen sich jährlich schreckliche Szenen ab. Zehntausende Elefanten werden grausam abgeschlachtet, nur um an ihr Elfenbein zu kommen. Die Wilderei floriert, denn der Handel mit den Stoßzähnen ist noch nie so profitabel gewesen. Vor allem in Asien gilt Elfenbein als Luxusprodukt und wird als Statussymbol und finanzielle Anlage gekauft. Die Population der Elefanten ist deshalb stark im Sinken, ohne wirkliche Hoffnung auf Besserung. Eine mutige Frau in Kenia (Afrika) kämpft für das Überleben der Dickhäuter: Daphne Sheldrick.

Daphne Sheldrick: „Elefanten gleichen dem Menschen in emotionaler Hinsicht. Sie sind extrem mitfühlende Wesen und empfinden Freude, Glück und Traurigkeit“

Daphne Sheldrick wurde am 04. Juni 1934 geboren und wuchs auf einer Farm in Kenia mit zahlreichen Wildtieren auf. Gemeinsam mit ihrem Mann arbeitete sie später im Tsavo-East-Nationalpark, dem größten Nationalpark in Kenia. Zusammen bauten sie den Park auf und kümmerten sich um hilflose Tiere. Besonders verwaiste Elefantenbabys hatten es ihnen angetan und boten ihnen ein neues Zuhause. Denn ohne ihre Eltern, die meistens Opfer von brutalen Wilderern geworden sind, hatten sie so gut wie keine Überlebenschance. In kürzester Zeit würden sie verhungern oder Beute von irgendwelchen Raubtieren werden.

Daphne Sheldrick: „Bei Elefanten erntet man was man sät. Behandelt man sie gut, erwidern sie dies mit Liebe. Ist man grausam zu ihnen, dann mit Aggression. Sie reagieren besonders empfindlich auf Berührungen und können selbst die Berührung einer Feder spüren“

Da die Elefantenbabys keine Kuhmilch als Ersatznahrung vertragen, war es lange Zeit nicht möglich, sie am Leben zu erhalten. Daphne Sheldrick ließ sich davon aber nicht entmutigen und forschte so lange, bis sie eine spezielle Milchmischung gefunden hatte, die die Jungtiere auch annahmen. So schaffte sie es, auch den kleinsten Elefanten wieder überlebenswichtige Nahrung zuzuführen. Nach dem Tod ihres Mannes zog Daphne Sheldrick direkt in den Nationalpark, wo sie eine spezielle Aufzuchtstation für Elefanten gründete.

Daphne Sheldrick: „Junge Elefanten sind die ersten 3 Jahre ihres Lebens von der Milch abhängig und können nicht ohne sie überleben“

Daphne Sheldrick begleitet traurige und traumatisierte Elefantenbabys, die den Schock über den Verlust der Familie hautnah miterleben mussten. Da Elefanten einen sehr ausgeprägten Familiensinn und Verständnis für den Tod haben, kann die Trauerphase mehrere Monate anhalten. Während dieser Zeit werden sie rund um die Uhr von Pflegern betreut. Nur mit viel Liebe und Mitgefühl schöpfen die kleinen Elefanten wieder Vertrauen und können anschließend langsam wieder ausgewildert werden. Sogar seit langer Zeit ausgewilderte Elefanten kommen immer wieder zurück, um die Menschen zu begrüßen, die ihnen geholfen haben. Denn Elefanten vergessen nie.

Daphne Sheldrick: „Elefanten haben ein Verantwortungsgefühl, kümmern sich um ihre Jungen und verfügen über ein Verständnis für Unrecht und Spaß. Sie haben eine beinahe mysteriöse Auffassungsgabe, die die menschliche Interpretation übersteigt“

Heute ist das Elefantenwaisenhaus die weltweit erfolgreichste Rettungs- und Auswilderungsstation für junge Elefanten. Daphne Sheldrick gilt als die „Mutter der Elefanten“ und wird international als absolute Expertin geschätzt. Durch ihr unermüdliches Engagement setzt sie im Alleingang ein weltweites Ausrufezeichen gegen die Wilderei und schuf ein neues Bewusstsein für Elefanten in Not. Im Jahr 2006 erhielt sie von Königin Elisabeth II einen britischen Verdienstorden („Order of the British Empire“), das erste Mal in Kenia seit der Unabhängigkeit 1963.

Daphne Sheldrick: „Die Korruption muss aufhören, sie ist allgegenwärtig in Afrika und weltweiter Elfenbeinhandel muss verboten werden. Elefanten haben es verdient, liebevoll behandelt zu werden“

Einzelnachweise (abgerufen am 21.09.2016):

1. www.peta.de – Dr. Daphne Sheldrick, Interview

2. wwf.de – Stoppt das Mordsgeschäft: Gemeinsam gegen die Wildtiermafia

3. www.bewusst-vegan-froh.de – Diese Frau rettet Elefanten

Martin Aufmuth – Wie eine „EinDollarBrille“ die Welt verändert

„Lesezeit: ca. 3 Minuten“

Fehlsichtigkeit kann in der westlichen Welt schnell behoben werden. Kaum auszudenken, müssten wir auf unsere Brillen verzichten. Schüler kommen in der Schule nicht mehr mit und Manager können ihre Verträge nicht mehr lesen. LKW-Fahrer dürfen aufgrund der Sehschwäche nicht mehr fahren und einfachste Handwerksberufe können nicht mehr ausgeübt werden. Etwa 150 Millionen Menschen in Entwicklungsländern haben genau dieses Problem, weil sie sich die Sehhilfen einfach nicht leisten können.

Als der deutsche Lehrer Martin Aufmuth zufällig spottbillige Brillen in einem Billigladen entdeckt, kommt er ins Grübeln. Er fragte sich, warum es in reichen Ländern günstige Brillen gab und in ärmeren Ländern nicht? Martin Aufmuth wusste um das globale Problem der fehlenden optischen Grundversorgung und beschloss, sich näher mit diesem Dilemma zu beschäftigen.

Martin Aufmuth: „Ich habe seitdem ich klein war so ein Gefühl von einer globalen Ungerechtigkeit“

Martin Aufmuth begann Informationen über verschiedene Brillentypen zu sammeln und studierte unterschiedlichste Patente. Monatelang beschäftigte er sich mit möglichen Materialien für eine Brille, er durchforstete dafür nicht nur das Internet, sondern auch zahlreiche Kaufhäuser. Nach unzähligen Versuchen schaffte es der Tüftler, mit gebogenem Federstahldraht, günstigen Gläsern und einem Schrumpfschlauch seine erste Brille zu fertigen. Und dies zu einem Materialpreis von tatsächlich weniger als 1 Dollar. Mit einer eigenen entworfenen Handbiegemaschine benötigte er weniger als 30 Minuten, um die fertige Brille herzustellen.

 

Martin Aufmuth suchte Unterstützer und machte sich selbstständig auf den Weg nach Afrika, um seine Idee in die Praxis umzusetzen. Im Gepäck hatte er seine Biegemaschinen und seinen Glauben, der Welt einen guten Dienst zu erweisen. Er wusste nicht wirklich, ob sich seine Billigbrillen auch tatsächlich verkaufen würden. Vor Ort bildete Martin Aufmuth ein paar interessierte Menschen aus, die seine Maschinen bedienen sollten. Wie würden die Brillen bei den Menschen ankommen?

Zur Erleichterung von Martin Aufmuth erfreute sich die „EinDollarBrille“ sofort großer Beliebtheit und schnell wurden hunderte Brillen verkauft. Scheinbar behinderte Kinder konnten plötzlich völlig normal am Unterricht teilnehmen und ein älterer Mann sah zum ersten Mal in seinem Leben sein Dorf. Erwachsene Männer begannen wieder zu arbeiten und konnten dadurch wieder ihre Familien versorgen. Die Vision von Martin Aufmuth begann sich Schritt für Schritt zu verwirklichen, denn die Brillen sollten nicht nur vor Ort hergestellt, sondern auch zu einem erschwinglichen Preis verkauft werden. Und diese Strategie hatte zusätzlich viele positive Nebeneffekte.

Ehemals arbeitslose Menschen arbeiten vor Ort als „EinDollarBrillen“ Optiker, sie verdienen mit der Herstellung der Brillen nicht nur Geld, sondern bilden bereits selbst weitere Mitarbeiter aus. Mobile Fahrradoptiker fahren von Dorf zu Dorf, wo sie Fehlsichtigen auch in abgelegenen Dörfern eine individuell angepasste Brille machen können. Die Nachricht von den „EinDollarBrillen“ verbreitete sich wie ein Lauffeuer um die Welt. Immer mehr Händler aus verschiedensten Teilen der Erde melden sich bei Martin Aufmuth, um die „EinDollarBrillen“ mit den speziellen Biegemaschinen in die Länder hinauszutragen.

Ein Mensch kann die Welt nicht verändern? Martin Aufmuth beweist das Gegenteil, irgendwann wird seine Vision Wirklichkeit und er wird 150 Millionen Menschen dauerhaft mit Brillen versorgen. Schon jetzt verschafft er Millionen Menschen ein besseres und einfacheres Leben. Im Alleingang löst Martin Aufmuth ein globales Problem und zeigt, wie eine Idee die Welt verändern kann.

Martin Aufmuth: „Ich glaube, wenn man einfach so ein großes Ziel hat, wenn man weiß, was man erreichen möchte, in unserem Fall, dass wir viele Millionen Leute mit Brillen versorgen und das Leben von ihnen verändern, dann bekommt man auch die notwendige Energie, einfach durch die innere Motivation, weil ich eben weiß, was ich erreichen möchte“

 

Einzelnachweise (abgerufen am 20.08.2016):

1. www.handelsblatt.com – Brillen, die die Welt verändern
2. http://www.eindollarbrille.de/
3. http://www.deutschlandradiokultur.de – Die Ein-Dollar-Brille für Entwicklungsländer

 

Jesse Owens gegen Luz Long – Eine Freundschaft für die Ewigkeit

„Lesezeit: ca. 3 Minuten“

Die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin (Deutschland) waren eine gigantische Propagandaschau des Nationalsozialismus unter Adolf Hitler. Ziel war es, das Regime in der Weltöffentlichkeit positiv dastehen zu lassen und das deutsche Volk zu verherrlichen. Mitten in dieser aufgeheizten Stimmung befand sich der schwarze amerikanische Leichtathlet Jesse Owens.

Über 100.000 Zuschauer nahmen im Olympiastadion in Berlin Platz, um die verschiedenen Bewerbe mitverfolgen zu können. Jesse Owens galt als Favorit im Weitsprung, sein größter Konkurrent war der deutsche Leichtathlet Luz Long, der als Publikumsliebling und Musterschüler der Deutschen galt. Es entwickelte sich ein unfassbarer Zweikampf zwischen diesen beiden Sportlern. Frenetischer Jubel brandete auf, als Luz Long 7,87 Meter weit und damit neuen olympischen Rekord sprang. Auch Adolf Hitler befand sich im Stadion und klatschte zufrieden in die Hände.

 

Dann kam Jesse Owens. Der Amerikaner stürmte mit unglaublichem Tempo zur Absprungmarke und katapultierte sich in die Höhe. Die Zuschauer konnten es nicht fassen, 8,06 Meter und dadurch Sieger in diesem Bewerb. Die nationalsozialistische Regierung war natürlich alles andere als begeistert von dem Schwarzen, der gerade einen weißen Deutschen geschlagen hat. Wie jedoch der Verlierer selbst, Luz Long auf seine Niederlage reagierte, war beeindruckend.

Es hätte schon ausgereicht, seinem erbittertsten Widersacher einfach nur zu gratulieren. Aber Luz Long war ein echter Sportsmann und tat viel mehr. Er umarmte den Sieger Jesse Owens und zeigte der ganzen Welt seine Anerkennung für den amerikanischen Triumphator. Später drehten die beiden Weitspringer Arm in Arm eine Ehrenrunde über die Aschenbahn. Es existiert sogar ein Foto, wo Luz Long und Jesse Owens gedankenverloren im Gras liegen und fröhlich miteinander plaudern. Für die regierenden Nationalsozialisten war die entstandene Freundschaft zwischen den beiden Sportlern natürlich ein großer Schönheitsfehler.

Jesse Owens wurde danach noch zum großen Star dieser Olympischen Spiele und gewann insgesamt 4 Goldmedaillen. Die Freundschaft zu Luz Long war aber eine Geste für die Ewigkeit. Vor allem Luz Long hatte den Mut, alle ideologischen Grenzen zu ignorieren, obwohl er dafür später eine strenge Verwarnung erhielt. Vor den Augen von Adolf Hitler zogen der schwarze Amerikaner und der weiße Deutsche die gesamte Rassentheorie der Deutschen in die Lächerlichkeit. Sie machten die Welt für einen kurzen Moment zu einem besseren Ort, weil sie auf ihr Herz hörten.

Jesse Owens: „Es kostete viel Mut, sich vor den Augen Hitlers mit mir anzufreunden. Man könnte alle Medaillen und Pokale, dich ich habe, einschmelzen, und sie würden nicht für eine Schicht über die 24-Karat-Freundschaft, die ich in diesem Moment für Luz Long empfand, reichen“

 

Einzelnachweise (abgerufen am 01.08.2016):

1. www.berliner-zeitung.de – Jesse Owens und Luz Long eine fast unmögliche Freundschaft

2. rio.sportschau.de – Olympia 1936 – Eine Geste für die Ewigkeit

3. www.tagesspiegel.de – Olympia 1936 – Wahrheit und Dichtung

 

Luz Long, eine Sportlerkarriere im Dritten Reich, das Buch zum Nachlesen:

Die Engel der Kinder

„Lesezeit: ca. 2 Minuten“

Es war einmal ein Kind, das bereit war geboren zu werden.

Das Kind fragte Gott: „Sie sagen mir, dass du mich morgen auf die Erde schicken wirst, aber wie soll ich dort leben, wo ich doch so klein und hilflos bin?“ Gott antwortete: „Von all den vielen Engeln suche ich zwei für dich aus. Deine Engel werden auf dich warten und auf dich aufpassen.“

Das Kind erkundigte sich weiter: „Aber sag, hier im Himmel brauche ich nichts zu tun, außer singen und lachen, um fröhlich zu sein.“ Gott sagte: „Deine Engel werden für dich singen und auch für dich lachen, jeden Tag. Und du wirst die Liebe deiner Engel fühlen und sehr glücklich sein.“

Wieder fragte das Kind: „Und wie werde ich in der Lage sein, die Leute zu verstehen, wenn sie zu mir sprechen und ich die Sprache nicht kenne?“ Gott sagte: „Deine Engel werden dir die schönsten und süßesten Worte sagen, die du jemals hören wirst, und mit viel Ruhe und Geduld werden deine Engel dich lehren zu sprechen.“

„Und was werde ich tun, wenn ich mit dir reden möchte?“ Gott sagte: „Deine Engel werden deine Hände aneinanderlegen und dich lehren zu beten.“

„Ich habe gehört, dass es auf der Erde böse Menschen gibt. Wer wird mich beschützen?“ Gott sagte: „Deine Engel werden dich verteidigen, auch wenn sie dabei ihr Leben riskieren.“

„Aber ich werde immer traurig sein, weil ich dich niemals wieder sehe.“ Gott sagte: „Deine Engel werden mit dir über mich sprechen und dir den Weg zeigen, auf dem du immer wieder zu mir zurückkommen kannst. Dadurch werde ich immer in deiner Nähe sein.“

In diesem Moment herrschte viel Frieden im Himmel, aber man konnte schon Stimmen von der Erde hören und das Kind fragte schnell: „Gott, bevor ich dich jetzt verlasse, bitte sage mir noch schnell die Namen meiner Engel!“
„Ihre Namen sind nicht wichtig. Du wirst sie einfach Mama und Papa nennen …“

Einzelnachweis (abgerufen am 20.07.2016):
www.sonnenkinder21.at

Wie ein Japaner seine blinde Ehefrau überraschte

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Jahrelang lebten Herr und Frau Kuroki glücklich und zufrieden zusammen mit ihren Kindern auf einem Bauernhof. Doch das japanische Ehepaar erlebte einen schweren Schicksalsschlag, als Frau Kuroki aufgrund einer schweren Diabetes ihr Augenlicht verlor. Voller Verzweiflung musste ihr Mann mitansehen, wie seine Frau immer depressiver wurde und nur mehr selten das Haus verließ.

Ihre Liebe wurde auf eine schwere Probe gestellt. Herr Kuroki überlegte lange, wie er seine Frau wieder zum Lächeln bringen konnte. Um das zu schaffen, hatte er eine unglaubliche aber faszinierende Idee.

Herr Kuroki wusste, dass seine Frau die Natur über alles liebte. Zwar konnte sie die Mutter Erde nicht mehr sehen, dafür hatte sie aber noch ihren Geruchssinn. Er entschloss sich, für seine Frau einen Blumengarten anzulegen. So begann er, Schritt für Schritt Blumen im heimischen Garten anzupflanzen. Innerhalb von 2 Jahren schaffte er es, dass im ganzen Garten ein riesiges Blumenmeer entstand, wo tausende pinke Shibazakura Blumen erblühten.

Der Duft der Blumen verbreitete sich auf dem ganzen Bauernhof. Langsam aber sicher kroch die Ehefrau wieder aus ihrem Schlupfloch hervor. Nach so langer Zeit der Hoffnungslosigkeit sollte sich der größte Wunsch des liebenden Ehemannes tatsächlich erfüllen. Durch den betörenden Duft der Blumen kehre die Lebensfreude seiner Frau wieder zurück und er sah seine große Liebe endlich wieder lachen.

Herr Kuroki zeigte den Menschen, dass es auf der Welt eine tiefgreifende Liebe gibt, die mit bloßem Auge oft nicht zu erkennen ist. Herr Kuroki fand einen bemerkenswerten Weg, sie wieder zum Strahlen zu bringen.

Mittlerweile entwickelte sich dieser außergewöhnliche Garten zu einem beliebten Ausflugsort. Tausende verliebte Paare und Touristen besuchen jedes Jahr diesen Ort, wo sie nicht nur ein wunderschönes Blumenparadies erwartet, sondern auch in jeder einzelnen Blume die Liebe von Herrn Kuroki für seine Frau spüren.

 

Einzelnachweise (abgerufen am 12.07.2016):
1. Sixx.at – Mann pflanzt seiner blinden Frau ein Blumenparadies
2. nur-positive-nachrichten.de – Zwei Jahre pflanzte ein Mann Blumen um seine blinde Frau glücklich zu machen

Amandus Meichtry – Das Tandem-Fahrrad für Menschen mit Behinderung

Lesezeit: ca. 1 Minute

1991 gründet der Schweizer Amandus Meichtry mit einer befreundeten Familie den Verein „Tandem91“. Hier kümmert man sich um Spezialfahrräder, welche dann an Alters- und Behindertenheime verliehen werden. Dank dieser Tandems können vor allem Behinderte und Senioren bei Ausflügen mitmachen, von denen sie sonst ausgeschlossen sind.

Startete Amandus Meichtry am Anfang noch mit 2 Fahrrädern, sind es heute mehr als 80 mit unterschiedlichsten Möglichkeiten. Bei manchen Modellen kann man nebeneinander sitzen, bei anderen kann sogar ein ganzer Rollstuhl aufgeladen werden. Der Verein schafft es zudem, dass man die teuren Spezialräder kostenlos verleihen kann. Anfallende Reparaturen werden ehrenamtlich erledigt, sonstige Fixkosten werden durch Mitgliedsbeiträge abgedeckt und neue Fahrräder mit Unterstützung von Sponsoren angeschafft.

Amandus Meichtry ist häufig auch selbst unterwegs, um in die Pedale der Tandems zu treten. Vielen benachteiligten Menschen wird damit eine nicht zu erwartende und neue Lebensqualität ermöglicht. Es wird von Gehbehinderten und Blinden sehr geschätzt, zudem wird es ebenfalls als Therapierad eingesetzt.

Amandus Meichtry macht die Welt durch seinen unermüdlichen Einsatz zu einem besseren Ort und viele Menschen damit sehr, sehr glücklich.

Einzelnachweise (abgerufen am 10.12.2015):
1. www.srf.ch – Amandus Meichtry fährt Tandem für Menschen mit Behinderung
2. www.donaci.ch – Tandem91 – Pedalo für Fahrten mit Behinderten und Betagten