Christiano Ronaldo -– Sie nannten ihn nur Inselaffe

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Christiano Ronaldo dos Santos Aveiro wurde am 05. Februar 1985 auf der kleinen portugiesischen Insel Madeira geboren. Schon von klein an war Fußball seine große Leidenschaft, auf den staubigen Hinterstraßen Madeiras brachte er sich seine ersten Tricks selbst bei. Sein Talent wurde bald entdeckt, und so wechselte er im Alter von sieben Jahren zum Amateurklub CF Andorinha, wo sein Vater auch als Zeugwart arbeitete. Der Fußballplatz lag nur wenige hundert Meter von seinem Familienhaus entfernt, so war seine geliebte Familie immer in der Nähe. Für Christiano gab es nur Fußball, alles andere war für ihn unwichtig.

Dolores Aveiro (Mutter): „„Wenn er nach Hause kam, musste ich ihm immer sagen, dass er Hausübungen machen soll. Aber er erklärte nur, er hätte keine. Dann nahm er sich einen Ball und rannte davon““

Christiano Ronaldo machte sich durch sein außergewöhnliches Talent schon bald einen Namen auf der Insel und wurde schließlich von Nacional Funchal, einem der größten Vereine auf Madeira, verpflichtet. Hier gewann er die Jugendmeisterschaft und war sehr erfolgreich, zusätzlich entwickelte er seine Ballkünste und seine Geschwindigkeit am Ball enorm weiter. Er war anders als seine Mitspieler, hatte unglaublichen Ehrgeiz und musste immer der Gewinner sein.

Leonel Pontes (Jugendtrainer): „„Er wollte immer der Beste sein. Sei es im Tischtennis, im Billard, im Tischfußball oder auch nur in einem einfachen Rennen, um zu sehen, wer der Schnellste ist. Im Fußball musste sein Team gewinnen“

Und es kam wie es kommen musste: Talentespäher von Sporting Lissabon wurden auf ihn aufmerksam und luden ihn auf ein Probetraining ein. Dort wurden seine Fähigkeiten schnell entdeckt, und man wollte ihn unbedingt verpflichten, jedoch hatten sie die Rechnung ohne die Eltern von Christiano gemacht. Sie wollten ihren Sohn nicht so einfach gehen lassen, zu sehr liebten sie ihn. Aber Christiano hatte sich bereits entschieden und bettelte so lange und unaufhörlich, bis seinen Eltern nichts anderes übrig blieb, als doch einzuwilligen.

Christiano Ronaldo: „“Vor dem Probetraining konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen. Ich war noch nie zuvor in einem Flugzeug. Ich war sehr nervös, klein und dünn. Aber ich war mir sicher, dass ich es ins Team schaffen würde““

Mit knapp 12 Jahren trat Christiano Ronaldo in das Fußballinternat von Sporting Lissabon ein. Zum ersten Mal war er getrennt von seinen Freunden und seiner Familie, die sich noch immer auf der rund 900 Kilometer südlich von Lissabon gelegenen Insel Madeira befanden, und die ersten Probleme sollten sich schnell einstellen. Seine Kollegen, die alle ein bis zwei Jahre älter waren als er, machten sich über den kleinen Jungen von der Insel lustig. Sie verspotteten ihn wegen seinem Dialekt, der für alle nur schwer zu verstehen war, und grenzten Christiano aus. In seiner Schulklasse wurde er ständig ausgelacht und als Inselaffe oder Bananenbauer bezeichnet. Christiano hatte aber einen starken Willen und wehrte sich oft nicht nur mit Worten, sondern prügelte sich mit seinen Mitschülern, die alle größer und stärker waren als er. In der Schule blieb er mehrmals sitzen und wurde einmal sogar von einem Turnier suspendiert, weil er einen Stuhl nach einem Lehrer warf. Keiner hatte Respekt vor diesem Jungen, doch schon bald sollte er sich Respekt verschaffen – und zwar auf dem Fußballplatz.

Es wurde ein Trainingsmatch organisiert, und die Trainer wollten sich einen Überblick über die Fußballtalente verschaffen. Wie in der Schule wurde Christiano nicht wahrgenommen und bekam anfangs keinen Ball von seinen älteren Mitspielern zugespielt, bis ihm der Ball plötzlich doch vor die Füße fiel. Und was dann folgen sollte, ließ selbst die hartgesottenen Trainer nicht kalt. Ein Gegenspieler wollte ihm den Ball wegnehmen, aber mit einer schnellen und eindrucksvollen Körpertäuschung ließ er ihn einfach ins Leere laufen. Da probierten es zwei, drei Gegenspieler, ihm den Ball abzunehmen, aber wieder schafften sie es nicht. Christiano Ronaldo umkurvte sie mit so einer Geschwindigkeit und so einer ausgereiften Technik, dass es die Trainer nicht glauben konnten, hätten sie es nicht mit eigenen Augen gesehen. Am Ende stellte sich ihm bereits die halbe Mannschaft in den Weg um ihn irgendwie stoppen zu können. Von nun wussten alle, dass er ein ganz spezieller Spieler war, und von nun an erarbeitete sich Christiano von Tag zu Tag immer mehr Respekt. Nach nur einer Saison war er bereits der absolute Star in seiner Mannschaft und entwickelte sich zu einem absoluten Topspieler.

Carlos Diaz (Jugendtrainer): „„Ich erinnere mich, dass wir ihn ein halbes Spiel mit den Älteren spielen ließen. Es war in seinem ersten Jahr, und er spielte mit den 15-Jährigen. Als er nur eine Hälfte spielen durfte, weinte er danach““

Christiano Ronaldo war der erste Jugendliche in der Vereinsgeschichte von Sporting Lissabon, der binnen einer Saison für die U-16-, U-17-, U-18-, die Reserveauswahl und für das Profiteam zum Einsatz kam. Im Sommer 2003 kam es zu einem Freundschaftsmatch gegen Manchester United, wo Christiano im Alter von nur 18 Jahren zum Einsatz kam. In diesem Match demonstrierte er in beeindruckender Weise seine Fähigkeiten, durch sein trickreiches Spiel ließ er reihenweise seine Gegenspieler aussteigen und degradierte sie zu Nebendarstellern. Und diese Nebendarsteller gehörten der weltbesten Fußballmannschaft an, die so ein Ausnahmetalent noch nie gesehen hatten. Der damalige Kapitän von Manchester United, Roy Keane, überwand seinen Stolz und ging nach dem Spiel zu seinem Trainer Alex Ferguson und sagte: „Trainer, dieser Junge, den müssen wir haben“

Christiano Ronaldo wurde bald darauf von Manchester United verpflichtet und war nach ein paar Jahren bereits der teuerste Fußballspieler der Welt, als er zum Spitzenklub Real Madrid nach Spanien wechselte. Er gewann bereits zahlreiche Titel, wurde Nationalspieler von Portugal und wurde zudem Weltfußballer und Europas Fußballer des Jahres. Ein kleiner Junge von der Insel Madeira hatte den Mut, für seine Karriere seine geliebte Familie zu verlassen um seinen Traum zu verwirklichen. Vergessen sind die Momente, wo er in der Schule nur verspottet wurde, durch sein unglaubliches Fußballtalent verschaffte er sich Respekt und Anerkennung auf der ganzen Welt.

Christiano Ronaldo: „“Ich möchte meine Spuren im Fußball hinterlassen, in der Geschichte des Fußballs. Wenn ich so weiter mache, wenn ich bescheiden bleibe und weiter willig bin, etwas Neues zu lernen, dann kann ich es eines Tages wirklich schaffen““

Comments

  1. respekt er zeigt vielen wie es geht und das man es bis nach ganz oben schaffen kann wenn man es will und darum ist er einfach der beste spieler der welt #CR7

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  2. zum Glück ist er so bescheiden geblieben.

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  3. Es ist wirklich dieser grenzenlose Wille, der zum Erfolg führt. Das sieht man bei allen erfolgreichen Leuten immer wieder!

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  4. Cristiano Ronaldo (cr7) ist der beste Fußballspieler auf der ganzen Welt.Auch besser als ein Messi obwohl jeder sagt das Messi der beste wäre aber das stimmt ganz und garnicht.

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