Mabel Baker –- Mit Lorbeeren und Kerzen zur Gründung von PartyLite

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Mabel Baker unterrichtete in Massachusetts (Osten USA) Hauswirtschaftslehre und begann 1909 als Nebenbeschäftigung, Kerzen zu ziehen. Sie sammelte dazu Lorbeeren, um diese dann in ihrer Scheune einzukochen und daraus Wachs zu gewinnen. Es war ein sehr mühsamer Prozess, unzählige Male musste sie den Docht, welcher aus Baumwolle bestand, durch das Wachs ziehen, um irgendwann eine fertige Kerze zu erhalten. Aber Mabel Baker liebte ihr Hobby und legte großen Wert auf große Qualität bei der Herstellung. Die Kerzen verschenkte sie dann an Freunde und Verwandte, welche begeistert waren von den frischen und duftenden Kerzen.

Da Mabel Baker handwerklich sehr geschickt war, formte sie eine Vielzahl von unterschiedlichen Kerzen, welche in ihrer Umgebung sehr gefragt waren. Bald stieg jedoch die Nachfrage nach ihren wundervoll riechenden Lorbeerkerzen und sie schaffte es kaum noch, genügend Kerzen für alle herzustellen. Dadurch wurde jedoch ihr Unternehmergeist geweckt und Mabel Baker beschloss, ihr eigenes Unternehmen PartyLite zu gründen. Sie stellte nicht nur Mitarbeiter ein, welche ihr beim Lorbeerpflücken und der Kerzenherstellung halfen, sondern erweiterte dafür auch ihre kleine Scheune.

Foto von Sarrus
unter CC0 1.0

Da viele Kaufleute in dieser Zeit einen Mangel an Kerzennachschub verzeichneten, wurden große Mengen von Mabel Baker bestellt. Die Kerzenhändler waren schnell von der großen Qualität dieser Kerzen überzeugt, was auch die steigende Kundenzahl belegte. Mabel Baker gab bald alle anderen Tätigkeiten auf und kümmerte sich nun voll und ganz um ihre florierende Firma. Unterstützt von ihrem Mann beschloss sie, eine Fabrik für Kerzenproduktion aufzubauen. Obwohl es in dieser Zeit vor allem Männern vorbehalten war, Geschäfte zu führen, ging Mabel Baker beharrlich ihren eigenen Weg, steckte ihre ganze Energie in ihr Unternehmen und begann zu expandieren. Bis ins hohe Alter von 93 Jahren arbeitete Mabel Baker unermüdlich in ihrer Firma, bei ihrem Tod 1965 machte PartyLite bereits über 6 Millionen US-Dollar Umsatz.

Im Jahr 1973 führe PartyLite aufbauend auf den Grundsätzen von Mabel Baker den Direktvertrieb ein. Junge und dynamische Frauen entwickelten großen Ehrgeiz, ebenfalls wie die Männer am Geschäftsleben teilzunehmen und mit PartyLite bot sich nun eine Möglichkeit dazu. Die Beraterinnen konnten die PartyLite Produkte von zu Hause aus an Freunde und Bekannte vertreiben und waren an den Umsätzen beteiligt. Für Mabel Baker stand diese Menschlichkeit schon immer an erster Stelle, welche die wichtigste Richtlinie für ihre Firma darstellte. Neben dem hohen Qualitätsanspruch war dieser persönliche Ansatz der treibende Faktor für PartyLite.

PartyLite stieg durch diese Unternehmensphilosophie weltweit zum größten Direktvertreiber von Kerzen und Duftprodukten auf. Über 50.000 Beraterinnen verkauften bereits Kerzenzubehör und konnten ihre eigene persönliche Erfolgsgeschichte schreiben. Obwohl Anfang des 20. Jahrhunderts Männer im Geschäftsleben das Sagen hatten, schaffte es eine couragierte Frau, ihre eigene Vision in die Tat umzusetzen. Was mit einer einzigen Kollektion von Lorbeerkerzen begann, entwickelte sich zu einem riesigen Sortiment an erstklassigen Kerzen und Accessoires. PartyLite blieb dabei immer den Werten treu, welche sich Mabel Baker verschrieben hatte: Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Menschlichkeit und Qualität.

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