Charlie Chaplin -– Ein Komiker gegen den großen Diktator Adolf Hitler

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Charlie Chaplin wurde am 16. April 1889 in England geboren und wuchs in armen Verhältnissen auf. Schon kurz nach seiner Geburt trennten sich seine Eltern und er blieb mit seinem älteren Halbbruder bei der Mutter. Als Charlie Chaplin sechs Jahre alt war, erkrankte seine Mutter und konnte nicht mehr für die Familie sorgen. Charlie und sein Halbbruder mussten nun in den Armenhäusern von London Unterschlupf suchen, da sich auch der Vater den Unterhaltszahlungen entzog. Das Leben war geprägt von Elend, Mittellosigkeit und Hunger. Mit kleineren Nebenjobs musste sich Charlie Chaplin bereits als Kind herumschlagen, um sich dürftige Mahlzeiten leisten zu können.

Charlie Chaplin: „“Ich fühlte, ich hatte Talent““

Einer dieser Nebenjobs waren Auftritte in der Music Hall von London. Charlie Chaplin zeigte bei diesen Unterhaltungsshows schon als Kind eine außergewöhnliche Begabung und ein beachtliches schauspielerisches Talent. Durch diese ersten Bühnenerfahrungen entdeckte Charlie Chaplin seine Liebe für die Schauspielerei und bekam als kleiner Junge erste mindere Theaterrollen angeboten. Als er eines Tages von dem berühmten Theaterproduzenten Fred Karno entdeckt wurde, war dieser so begeistert von Charlie Chaplin gewesen, dass er ihn sofort unter Vertrag nahm. Vor allem humorvolle Pantomimenspiele wurden aufgeführt und der talentierte Charlie Chaplin stieg schnell zum jungen Star der Theatergruppe auf. Bald gehörten die Geldsorgen der Vergangenheit an, als auch noch die amerikanische Filmindustrie auf den jungen Komiker aufmerksam wurde, übersiedelte Charlie Chaplin nach Hollywood, um seine Karriere voranzutreiben.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten bei den Filmgesellschaften baute Charlie Chaplin seine Fähigkeiten aus und schaffte die Umstellung vom Theater zum Film. Er kreierte ständig lustige Figuren, wo er seine Scherze und Pointen perfekt umsetzen konnte. Die Nachfrage nach seinen ausgefallenen Stummfilmen stieg nun sehr schnell und Charlie Chaplin erlangte große Bekanntheit. Durch seinen Erfolg gewährte man dem Filmkomiker bald zusätzliche Freiheiten und Charlie Chaplin war im Alter von 24 Jahren erstmals als Regisseur tätig. Seine Filme entwickelten sich zum absoluten Kassenschlager und er erreichte eine finanzielle und zeitliche Unabhängigkeit, welche für ihn die Freiheit bedeutete, seine kreativen und eigenwilligen Vorstellungen umzusetzen. Bei seinem nächsten unfassbaren Projekt sollte ihm diese Eigenständigkeit helfen, denn er plante einen Film, wo er sich mit einem der größten Diktatoren der Welt anlegen wollte, Adolf Hitler.

Der Filmdreh zu der Parodie „“Der große Diktator““ begann kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und Charlie Chaplin hatte alles bis ins letzte Detail geplant. Er wollte mit seinem Film Adolf Hitler und den deutschen Nationalsozialismus bloßstellen, und dies mit den Waffen der Komödie. Er studierte wochenlang die Gestiken und Mimiken von Adolf Hitler in den Wochenschauen und lernte die typischen Bewegungen des deutschen Diktators. Charlie Chaplin überließ nichts dem Zufall, er war nicht nur Hauptdarsteller und Regisseur, er verfasste auch das Drehbuch und die Musik zu seinem Film. Er ließ aufwendige Kulissen bauen und war Perfektionist, als es um Kostüme und Verkleidungen ging. Als der Film fertiggestellt war, hatte Charlie Chaplin aber mit vielen Problemen zu kämpfen.

Es gab einige hochrangige Politiker in Amerika, welche den Film verbieten wollten, denn sie unterschätzten ursprünglich die Gefährlichkeit von Adolf Hitler und man wollte zudem keine unnötigen Provokationen erzeugen. Aber Charlie Chaplin war hartnäckig und ließ sich seinen Film nicht verbieten, aufgrund möglicher Proteste verlegte er die Premiere extra nach New York, wo der Film „Der große Diktator“ am 15. Oktober 1940 uraufgeführt wurde.

Zu jener Zeit, wo Charlie Chaplin diesen Film produzierte, waren die schlimmsten Verbrechen von Adolf Hitler noch gar nicht bekannt, weshalb auch einige Szenen zu harmlos dargestellt wurden. Aber der Komiker schaffte es trotzdem auf brillante Weise, die Hinterhältigkeit dieses Regimes zu entlarven. Trotz vieler kritischer Meinungen wurde der Film wirtschaftlich sehr erfolgreich und Charlie Chaplin sollte mit seiner abschätzigen Bewertung von Adolf Hitler in weiterer Folge Recht behalten. Er war einer der wenigen Menschen, welcher die Bedrohung durch Adolf Hitler frühzeitig erkannte und mutig genug war, dies auch öffentlich auszusprechen. Charlie Chaplin glaubte immer daran, dass man mit Witz und Humor alle Übeltäter ertappen konnte.

Charlie Chaplin starb am 25. Dezember 1977 im Alter von 88 Jahren. Sein großes schauspielerisches Talent und sein Zielbewusstsein verhalfen ihm einen Weg aus der Armut zu finden und zu einer der größten Filmlegenden aller Zeiten aufzusteigen. Mit Mut und Courage setzte er seine Filmprojekte durch und ließ sich trotz Hindernissen nie von seinem eingeschlagenen Weg abbringen. Für sein Lebenswerk erhielt Charlie Chaplin einen Oscar mit den vermutlich längsten Standing Ovations in der Geschichte dieser Preisverleihung.

Charlie Chaplin: „“Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag““

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