Felix Finkbeiner – Wie ein kleiner Junge das Weltklima retten will

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Es begann alles mit einem harmlosen Schulreferat über die Klimaerwärmung im Jahr 2007. Der damals neunjährige Schüler Felix Finkbeiner beschäftigte sich vorab intensiv mit dem Thema und begann auch im Internet darüber zu recherchieren. Er studierte den Treibhauseffekt, den Zusammenhang von CO2 und der Temperatur und vieles mehr. Und er stieß auf eine interessante Homepage der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die mit ihrer Bewegung „The Green Belt Movement“ zusammen mit anderen Frauen 30 Millionen Bäume für das Klima in Afrika pflanzte. Felix Finkbeiner war von dieser Idee sofort fasziniert und machte sich Gedanken darüber, denn Bäume banden das schädliche CO2. Als er mit seinem Referat „Das Ende des Eisbären“ fertig war, verkündete er sein Schlusswort: „Lasst uns in Deutschland bis 2009 eine Million Bäume pflanzen!“ Dies war der Startschuss für eine unglaubliche Bewegung gegen die Klimaerwärmung, losgelöst durch einen zierlichen und aufgeweckten jungen Schüler.

 
Die Lehrerin von Felix war beeindruckt von seinem Vortrag, und so musste er ihn vor den anderen Klassensprechern und vor der Direktorin nochmals wiederholen. Alle waren begeistert, und so durfte der neunjährige Felix von nun an auch in andere Schulen fahren, um seine Idee vorzustellen. 2 Monate nach seinem Referat wurde an seiner Schule, der Munich International School in Starnberg, die erste offizielle Baumpflanzaktion gestartet. Die Medien wurden darauf aufmerksam, es wurde in Zeitungen und im Radio darüber berichtet. Felix Finkbeiner gründete daraufhin eine eigene Homepage („Plant for the Planet“), und es wurden auch an anderen Schulen bereits Bäume gepflanzt, aufgrund der Initiative von anderen Kindern. Seitdem hat „Plant for the Planet“ eine rasante Entwicklung hinter sich. Erste Flyer wurden gedruckt und mit dem Autohersteller Toyota gewann man einen größeren Sponsor. Unterstützt wird Felix zusätzlich von seiner Familie, die ihm tatkräftig zur Seite steht.

Felix Finkbeiner: „„Wir Kinder machen es, weil es um unsere Zukunft geht. Was die Erwachsenen tun oder nicht tun, müssen wir Kinder einmal ausbaden. Gletscher schmelzen, die Meere steigen, die Dürren nehmen zu und überall auf der Welt verhungern Menschen““

Aus dem damaligen Appell an die eigenen Klassenkameraden ist mittlerweile eine internationale Umweltbewegung geworden. Zusätzlich zu den vielen Städten in Deutschland erklärten sich weltweit viele Kinder aus 72 Ländern bereits bereit, ebenfalls eine Million Bäume in ihren Ländern pflanzen zu wollen. Ende 2009 hat der mittlerweile 12-jährige Schüler sein erstes Teilziel erreicht: Auf dem Petersberg bei Bonn wurde der millionste Baum eingepflanzt – eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Mittlerweile ist Felix auf der ganzen Welt unterwegs, um über seine Initiative zu berichten. Ob in Italien, New York oder in China, sogar vor dem Europäischen Parlament hat er schon gesprochen. Den früheren amerikanischen Vizepräsidenten und Klimaaktivisten Al Gore und den früheren UNO-Generalsekretär Kofi Annan kennt Felix persönlich. In der Schule bekommt er kein Problem, denn als Musterschüler fällt es ihm nicht schwer, versäumte Unterrichtsstunden schnell wieder nachzuholen.

Felix Finkbeiner: „“Stellen wir uns mal vor, wir wären ein Moskito und stünden einem Rhinozeros gegenüber. Glauben wir, dass wir das Tier dazu bewegen können, seine Richtung zu ändern? Vermutlich nicht. Aber wenn wir tausend Moskitos sind, dann wird das Rhinozeros in eine andere Richtung laufen. Wenn ein paar Kinder Bäume pflanzen, dann mag der einzelne Baum nicht viel bewirken, wenn sich aber die Kinder der ganzen Welt zusammentun, und Bäume pflanzen, dann können wir gemeinsam die Welt verändern““

Jeder liebt es, über die Klimakrise zu philosophieren. Wie können wir CO2-Emissionen vermeiden, die Umwelt schützen, den Energieverbrauch senken und vieles mehr. Aber reden allein wird uns nicht vor den Auswirkungen schützen. Es ist schon bemerkenswert, dass ein Bub in seinen noch jungen Jahren bereits viel mehr gegen die Klimaerwärmung getan hat, als so mancher Politiker in seinem gesamten Leben. Denn schon Mahatma Gandhi erkannte, dass ein Gramm Handeln mehr Wert ist als eine Tonne Predigt. Wenn sich ein jeder von uns ein paar Gedanken machen würde wie er unserem Klima ein bisschen helfen könnte und dies auch tatsächlich in die Tat umsetzt, befinden wir uns auf dem richtigen Weg. Wir sollten uns nicht immer auf andere Menschen verlassen, denn wir alle leben auf dem gleichen Planeten und jeder hat Selbstverantwortung dafür zu übernehmen.

Seit der Initiative von Felix Finkbeiner wurden weltweit bereits mehrere Milliarden Bäume gepflanzt.

Comments

  1. coooooooooooooool… 🙂

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