Stephen King –- Die Geschichte von seinem ersten veröffentlichten Buch

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Stephen King wurde am 21. September 1947 in der Hafenstadt Portland (USA) geboren. Als er noch sehr klein war, verließ der Vater die Familie, und so musste sich die Mutter alleine um ihn und seinen Bruder kümmern. Mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs arbeitete die Mutter unermüdlich, um ihre Söhne irgendwie versorgen zu können. Die Familie musste oft in erbärmliche Gegenden umziehen, da man sich einfach keine besseren Stadtviertel leisten konnte. Trotz dieser beschwerlichen Kindheit entwickelte Stephen King im Alter von sieben Jahren die Leidenschaft, Geschichten zu schreiben. Da er häufig Science-Fiction-Hefte las und sich mit Vorliebe Fantasy-Filme im Kino ansah, entwickelte er eine besondere Begeisterung für Horrorgeschichten.

Stephen King: „“Es war hart. Meine Mutter musste drei Jobs machen, um uns durchzubringen““

In der Highschool schrieb Stephen King immer wieder Kurzgeschichten, welche jedoch kaum Beachtung fanden. Durch ein Stipendium kam Stephen King auf die Universität, wo er erfolgreich „Englisch“ studierte, um Lehrer zu werden. In dieser Zeit lernte er auch seine Frau kennen, welche er kurz nach Abschluss seines Studiums heiratete. Da er am Anfang keinen Lehrerjob fand, musste Stephen King mit seiner Frau in einen gemieteten Wohnwagen übersiedeln, da sie sich keine Wohnung leisten konnten. Er begann in einer Wäscherei zu arbeiten, um mit dem armseligen Gehalt die Familie versorgen zu können.

Stephen King: „„Ich habe in der Wäscherei und an der Tankstelle gearbeitet““

In seiner wenigen Freizeit schrieb Stephen King weiter an seinen Geschichten, vor allem in der Nacht und am Wochenende. Aber seine Romane wurden von den Buchverlagen nicht berücksichtigt und er begann an seinem schriftstellerischen Talent zu zweifeln. Als er auch noch mit seinem neuesten Buch „„Carrie““ nicht vorankam, war Stephen King am Boden zerstört. Er warf die geschriebenen Seiten in den Papierkorb, da er der Ansicht war, dass seine Horrorgeschichte einfach nicht gut genug war. Aber seine Frau, welche immer von seinem Talent überzeugt war, fischte die zerknitterten Blätter wieder heraus und begann es zu lesen. Sofort ermunterte sie ihren Mann, weiter an seinem Manuskript zu arbeiten, da sie begeistert von dieser außergewöhnlichen Geschichte war.

Stephen King schöpfte durch seine Frau neue Hoffnung und begann, seinen Roman auf seiner tragbaren Schreibmaschine zu vollenden. Doch obwohl er nicht daran dachte, dass sein Buch jemanden interessieren würde, erwarb ein großes Verlagshaus die Rechte an dieser Geschichte. Kurze Zeit später wurden bereits die ersten Bücher von „„Carrie““ verkauft und die Verkaufszahlen entwickelten sich schlagartig nach oben. Als sein Horror-Roman auch noch sehr erfolgreich verfilmt wurde, machte dies Stephen King weltweit bekannt. Er zog mit seiner Familie aus dem bescheidenen Wohnwagen aus, da er sich nun endlich eine eigene Wohnung leisten konnte. Zusätzlich beschloss er durch seine Blitzkarriere, nur mehr als Schriftsteller tätig zu sein.

Auch seine nächsten Horrorgeschichten entwickelten sich ausnahmslos zu Bestsellern. Die Menschen waren begeistert von seinen gruseligen Büchern wie „„Shining““, „„Christine““ oder „„Es““ und viele seiner Geschichten wurden als Vorlage für kommerziell sehr wirksame Filme genutzt. Da Stephen King nun einen sehr bedeutungsvollen Namen als Schriftsteller hatte, konnte er auch ohne Mühe jene Geschichten verkaufen, welche seinerzeit von den Buchverlagen abgelehnt wurden.

Stephen King zweifelte lange an seiner schriftstellerischen Qualität. Es war aber immer wieder seine Frau, welche ihm den Mut gab, niemals die Hoffnung aufzugeben. Durch diesen Rückhalt entwickelte sich Stephen King zu einem der populärsten und meistgelesensten Schriftsteller der Welt. Seine größte Gabe war es, bei den Menschen Grauen und Angst zu entfachen, und dies war auch sein sicheres Erfolgsgeheimnis.

Stephen King: „„Bücher sind einzigartige, tragbare Magie““

John Grisham -– Vom Rechtsanwalt zum weltberühmten Schriftsteller

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John Grisham wurde am 08. Februar 1955 in Arkansas (USA) geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein Vater war Bauarbeiter, seine Mutter kümmerte sich um ihn und um seine vier Geschwister. Als kleines Kind hatte John Grisham den Traum, eines Tages ein berühmter Baseballspieler zu werden. Jede freie Minute trainierte er dafür, um irgendwann professionell Baseball spielen zu können. Doch mit der Zeit merkte er, dass sein Talent dafür einfach nicht ausreichte und begann daher, an der staatlichen Universität in Mississippi Rechtswissenschaft zu studieren.

John Grisham: „„Du spürst, dass dein bestes Level im Spiel erreicht ist. Das ist demütigend, aber das Leben geht weiter““

Sein Studium verlief sehr erfolgreich, nebenbei verdiente er sich Geld bei kleineren Hilfsjobs. Nachdem John Grisham sein Jurastudium abgeschlossen hatte, spezialisierte er sich als Anwalt auf Strafverteidigung und auch auf Prozesse mit Körperverletzungen. In den nächsten Jahren machte er viele unterschiedliche Erfahrungen als Rechtsanwalt. Dazu gehörte auch, dass die Welt oft von Grausamkeit und Kaltherzigkeit beherrscht wurde. Im Jahr 1985 nahm er bei einem Gerichtsverfahren teil, wo ein minderjähriges Vergewaltigungsopfer befragt wurde. Die Aussagen des jungen Mädchens machten John Grisham sehr betroffen und er war tief bestürzt über die Hintergründe dieser schrecklichen Tat. Von diesem Moment an beschloss er, der Öffentlichkeit mitzuteilen, welche unfassbaren Geschichten auf der Welt tatsächlich passierten.

John Grisham begann nun konsequent, an einem Buch zu schreiben. Er stand um 5 Uhr morgens auf, um einige Stunden daran zu arbeiten, bevor er in die Arbeit musste. Wie besessen tippte er Zeile für Zeile und nutzte jede freie Minute für sein Buch. John Grisham brauchte drei Jahre und eine große Portion Ausdauer, um seinen ersten Roman „„Die Jury““ zu vollenden. Sofort suchte er einen Verlag, welcher sein Buch veröffentlichen sollte, doch er erhielt nur Absagen. Aber John Grisham ließ sich davon nicht unterkriegen und suchte weiter, um sein Buch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach weiteren zahlreichen Ablehnungen fand er schließlich einen kleinen und unbekannten Verlag, welcher sein Buch mit einer Auflage von nur 5.000 Stück veröffentlichte. Denn wer kannte schon den Schriftsteller John Grisham?

John Grisham: „“Es war furchtbar, viele Verlage lehnten ab““

Da der Buchverlag kein Geld für Werbung hatte, nahm es John Grisham selbst in die Hand. Er fuhr in kleine Büchereien, um seine Bücher anzubieten und tauchte auf Partys auf, um seinen Roman vorzustellen. Zusätzlich belieferte er Supermärkte und Tankstellen, um die Bücher, welche er im Kofferraum seines Autos lagerte, zu verkaufen. John Grisham ließ sich trotz bescheidenen Erfolges nicht entmutigen und schrieb bald an seinem zweiten Roman. Als er 1991 das Buch „“Die Firma““ veröffentlichte, sollte es seinen großen internationalen Durchbruch bedeuten. Innerhalb kürzester Zeit kaufte ein großes Verlagshaus die Rechte für diese Geschichte und auch die Filmindustrie wurde auf dieses spannende Buch aufmerksam. „„Die Firma““ wurde im Jahr 1991 zum meistverkauften Roman weltweit und führte wochenlang alle wichtigen Bestsellerlisten an.

Der unfassbare Erfolg als Schriftsteller veranlasste John Grisham, seinen Beruf als Anwalt im Alter von 36 Jahren aufzugeben um sich nun voll und ganz der Schriftstellerei zu widmen. Durch seine weitreichenden Erfahrungen als Rechtsanwalt schaffte er es, viele weitere Bestseller zu schreiben und genau die Themen zu treffen, welche die Menschen interessierten.

Die Bücher von John Grisham, vorwiegend Justizthriller, wurden in den nächsten Jahren in über 38 Sprachen übersetzt und über 250 Millionen Mal gedruckt. Er verstand es, seinen alten Beruf als Anwalt perfekt mit seiner neuen Tätigkeit zu verbinden. John Grisham stieg so zu einem der bekanntesten Schriftsteller der Welt auf und schuf so eine der größten Erfolgsgeschichten, die es je in dieser Branche gegeben hatte.

John Grisham: „„Ich will, dass der Leser das Buch in die Hand nimmt und nicht mehr aufhört zu lesen““

Nele Neuhaus -– Aus eigener Kraft zur erfolgreichen Schriftstellerin

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Cornelia „Nele“ Neuhaus wurde am 20. Juni 1967 in der Stadt Münster (Deutschland) geboren und verfasste bereits als Kind voller Begeisterung Geschichten. Sie schrieb ganze Schulhefte voll und klebte diese dann mit Klebeband zusammen, um ihre langen Texte in einem gemeinsamen Exemplar beisammen zu haben. Später produzierte sie auf einer einfachen Schreibmaschine unzählige unterschiedliche Geschichten und auch Drehbücher, da sie sehr kreativ war. Nele Neuhaus hatte einen großen Traum, den sie auf jeden Fall verwirklichen musste, sie wollte unbedingt Schriftstellerin werden.

Nach dem Ende der Schulzeit beugte sie sich aber dem Druck der Gesellschaft. Sie nahm einen Job als Sekretärin an und verdiente ihr eigenes Geld. Es hätte niemand verstanden, wenn Nele Neuhaus das Risiko eingegangen wäre um Schriftstellerin zu werden, denn damit hätte sie wohl kein Geld verdienen können. Trotz der Arbeit versuchte sie nebenbei, ihren echten Traum zu verwirklichen und schrieb in der Freizeit unermüdlich weiter an Geschichten. Doch obwohl Nele Neuhaus immer besser wurde in ihrem Schreibstil, landeten die meisten Geschichten vorab unvollendet in der Schublade.

Nele Neuhaus heiratete und begann, in einer Fleischwarenfabrik ihres Mannes zu arbeiten und sich mit Pferden zu beschäftigen. Es blieb fast keine Zeit mehr übrig für das Schreiben, und doch schaffte sie es irgendwie, Gelegenheiten zu finden, um am Computer ihre Geschichten zu tippen. Ihr Mann hatte überhaupt kein Verständnis für ihr Hobby und schüttelte über ihre Freizeitbeschäftigung nur den Kopf. Aber Nele Neuhaus ließ sich davon nicht entmutigen und ging weiter ihrer großen Leidenschaft nach. Sie recherchierte viel und las massenhaft Bücher, um an wichtige Hintergrundinformationen für ihre Geschichten zu gelangen. Nach jahrelanger Arbeit war ihr erstes Buch mit dem Titel „„Unter Haien““ fertig und Nele Neuhaus beschloss, einen Verlag für ihr Buch zu suchen, um ihre Geschichte zu veröffentlichen.

Jedoch erhielten ihre Ambitionen schnell einen gewaltigen Dämpfer. Sie bekam für ihr Manuskript nur Ablehnungen, kein Verlag wollte ihr Buch drucken und Nele Neuhaus bekam langsam Zweifel an ihren schriftstellerischen Fähigkeiten. Sie stöberte und suchte aber weiter, es musste doch eine Möglichkeit geben, ihre Geschichte irgendwie veröffentlichen zu können.

Nele Neuhaus: „„Ich habe nie aufgegeben““

Eines Tages stolperte sie im Internet über einen Bericht, wo man kostengünstig sein eigenes Buch drucken lassen konnte. Mit „Book-on-Demand“ („Buch auf Bestellung“) versuchte Nele Neuhaus nun selbst, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Sie korrigierte und lektorierte ihr Buch selbst und entwarf ein passendes Cover. Im Alter von 37 Jahren war es endlich soweit, Nele Neuhaus hatte voller Stolz endlich ihr erstes eigenes Buch in ihren Händen. Aber wer sollte ihr Buch nun kaufen, denn mit „Book-on-Demand“ konnte man zwar Bücher drucken lassen, aber um die Vermarktung musste man sich selbst kümmern. Als vollkommen unbekannte Autorin setzte Nele Neuhaus nun alles auf eine Karte, um auf die Erfolgsspur zu kommen.

Nele Neuhaus: „„Die komplette Verantwortung lastete auf meinen Schultern““

Sie verständigte die örtliche Presse, welche einige Artikel über sie und ihr neues Buch veröffentlichte. Bei einer selbst organisierten Buchpremiere lud sie alle Menschen ein, die sie kannte, um ihr neues Buch zu präsentieren. Nele Neuhaus erstellte eine eigene Webseite und klapperte Buchhandlungen in der Umgebung ab, um Werbung zu machen. Zwischendurch veranstaltete sie ständig Lesungen, zu denen manchmal nur einige Leute Zeit fanden, um sich diese anzuhören. Aber ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus, denn sie schaffte es, die Startauflage von 500 Exemplaren zu verkaufen.

Bei ihrem nächsten Buch „“Eine unbeliebte Frau““ ging sie gleichermaßen vor wie bei ihrem ersten Buch und nahm wieder alles selbst in die Hand. Nele Neuhaus trug die Bücher aus oder verschickte sie persönlich mit der Post. Die meisten Menschen schüttelten den Kopf über sie, denn sie steckte jede freie Minute in ihren Traum, eine berühmte Schriftstellerin zu werden und nahm sich auch keine Zeit für einen Urlaub. Nele Neuhaus betrieb einen großen Aufwand, da sie sich um alle Dinge selbst kümmern musste. Irgendwann stieß sie aber an ihre Grenzen, die Nachfrage nach ihren Büchern stieg immer weiter und bald fehlte Nele Neuhaus die Zeit für ihre eigentliche Leidenschaft, das Schreiben selbst. Plötzlich erhielt sie aber einen bedeutenden Anruf, welcher ihre weitere Karriere als Schriftstellerin stark beeinflussen sollte.

Der angesehene Buchverlag Ullstein hatte sich bei ihr gemeldet und wollte die angehende Schriftstellerin unter Vertrag nehmen. Nele Neuhaus konnte es kaum fassen, doch mit diesem Schritt schaffte sie es, ihren jahrelangen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen, denn nun war sie offiziell Schriftstellerin. Der neue Verlag ermöglichte Nele Neuhaus bald den großen internationalen Durchbruch. Viele Geschichten von ihr führten die Bestsellerlisten an und auch die Filmindustrie zeigte bereits Interesse, ihre Bücher zu verfilmen.

Innerhalb weniger Jahre stieg Nele Neuhaus zu einer der erfolgreichsten Autorinnen in Deutschland auf. Jedoch musste sie sich diesen Erfolg hart erarbeiten und viele Schwierigkeiten überwinden. Aber trotz einiger Rückschläge und Misserfolge stand sie immer wieder auf und kämpfte verbissen für ihre Karriere. Dies war auch das Erfolgsgeheimnis von Nele Neuhaus, sie ließ sich von Kritikern und Nörglern nie unterkriegen und ging mit ihrer einzigartigen Willensstärke unaufhaltsam ihren eigenen, sehr erfolgreichen Weg.

Nele Neuhaus: „„Es ist ein unglaubliches Gefühl. Man muss irgendwann den ersten Schritt wagen, und das habe ich getan““

Erika Leonard -– Der außergewöhnliche Erotikroman „Fifty Shades of Grey“

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Erika Leonard wurde 1963 in London (England) geboren und träumte bereits seit ihrer Kindheit, eine berühmte Schriftstellerin zu werden. Aber es drängten sich andere Dinge in ihr Leben, wodurch das Schreiben immer mehr in den Hintergrund gelangte. Sie heiratete, bekam zwei Kinder und versuchte nebenbei ihre Karriere im Berufsleben zu forcieren, um Geld zu verdienen. Bald hatte sie überhaupt keine Zeit mehr, um ihrer großen Leidenschaft nachzugehen, denn als berufstätige Mutter war sie jeden Tag voll beschäftigt.

Und so verging die Zeit, Erika Leonard kümmerte sich um die Kinder und um den Haushalt, nebenbei trieb sie ihre Karriere im Beruf erfolgreich weiter. Sie war bereits Produktionsleiterin bei einem TV-Sender, wo sie für verschiedenste Unterhaltungsshows zuständig war. Sie war zwar sehr gut in ihrem Job, aber sie war nicht glücklich dabei. Erika Leonard war nur selten gefordert und konnte zudem ihre kreative Vorstellungskraft nicht ausleben. Im Jahr 2008 gab es aber eine schicksalshafte Wendung in ihrem Leben, als sie zum ersten Mal den Vampirfilm „“Twilight““ sah. Sofort verschlang sie alle Bücher von dieser Vampirsaga und war so fasziniert von diesen romantischen Geschichten, dass sie beschloss, sich auch wieder dem Schreiben zu widmen.

Erika Leonard: „“Das war eine Welt, in die ich eintauchen konnte. Ich habe mich nach dem Schreiben gesehnt““

Sofort kaufte sie sich einen Schreibtisch und begann, an einem Liebesroman zu schreiben. Erika Leonard schrieb eine ausgefallene und ungewöhnliche Geschichte, so wie sie es sich schon immer gewünscht hatte, endlich konnte sie ihre ganze Kreativität ausleben. Ihr Mann unterstützte sie bei ihrem Vorhaben, denn wenn seine Frau glücklich war, war auch er zufrieden. Erika Leonard hatte einen speziellen Schreibstil, den sie durch Musik verstärkte. Wenn sie erotische Szenen schrieb, hörte sie sexy Songs, wenn sie jedoch Kampfszenen schrieb, hörte sie immer aggressive und laute Lieder. Es war ihre ganze eigene Herangehensweise, um ihre Gedanken in Worte zu fassen. Sie war nun so vertieft in das Schreiben, dass sie sogar ihre Freunde vernachlässigte, um weiter an ihrem Buch arbeiten zu können.

Erika Leonard: „“Ich habe immerzu geträumt. Und es ist sehr gut, dass ich meine Tagträumerei nun kanalisieren konnte““

Nach vielen Stunden konsequenter Arbeit hatte es Erika Leonard geschafft, sie hatte ihr erstes Buch mit dem Titel „„Fifty Shades of Grey““ fertiggestellt. Sie veröffentlichte es nun als digitales Buch (E-Book) im Internet und fand tatsächlich einen kleinen Verlag, der ihre Geschichte veröffentlichte. Es gab aber kein Geld für Werbung, um das Buch der Öffentlichkeit zu präsentieren, und so gab es keine großen Erwartungen über mögliche Verkäufe ihres Buches. Erika Leonard war trotzdem glücklich, ihr Ziel von einem selbstgeschriebenen Buch hatte sie erreicht. Kurze Zeit später veröffentlichte sie zwei weitere Fortsetzungen ihres Buches, doch was sie mit ihren Geschichten bald für eine Hysterie auslösen sollte, war kaum vorstellbar.

Die Liebesgeschichte handelte von der Studentin Anastasia Steele, die sich in den attraktiven Milliardär Christian Grey verliebte. Anastasia Steele durchlebte ein Wechselbad der Gefühle, da Christian Grey spezielle sexuelle Neigungen hatte und sie ihm immer mehr verfiel. Erika Leonard schrieb von einer Traumwelt über ein einfaches Mädchen und einem Milliardär, sie traf damit vor allem in das Herz vieler Frauen. Ihr Liebesroman verbreitete sich aus diesem Grund in der Frauenwelt wie ein Lauffeuer. Durch Weiterempfehlungen und vielen Diskussionen im Internet entwickelte sich ihr Erotikroman zu einem der gefragtesten Bücher auf der ganzen Welt, welches überall die Bestsellerlisten anführte. Sogar die Filmindustrie wurde auf ihr Buch aufmerksam, um diese Liebesgeschichte zu verfilmen.

Erika Leonard verwirklichte sich ihren Traum von einem Buch als Bestseller. Ihr Erfolgsgeheimnis war die Tatsache, dass sie sich niemals von anderen Meinungen beeinflussen ließ. Sie schrieb in ihren Büchern beherzt und detailliert über Erotikszenen und ging so im Gegensatz von den meisten anderen Schriftstellern ihren ganz eigenen Weg. Durch ihre Kreativität schuf sie ein Werk, welches bereits von Millionen Menschen auf der ganzen Welt gekauft wurde. Eine besondere Erfolgsgeschichte von einer einfachen Frau, die es schaffte, ihre Fantasie und ihre Träume in Worte zu fassen.

Erika Leonard: „„Meine Ambition ist, eine Geschichte zu schreiben, die den Leuten gefällt. Ich will wirklich nur eine Geschichte erzählen, meine Fantasie in Worte fassen““

Amanda Hocking –- Von der Altenpflegerin zur E-Book Millionärin

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Amanda Hocking wurde am 12. Juli 1984 geboren und wuchs in der kleinen Stadt Austin (Bundesstaat Minnesota, USA) auf. Sie liebte es, mit ihren Tieren zu spielen oder Musik zu machen. Aber ihre größte Leidenschaft galt dem Lesen, sie verschlang aus diesem Grund zahlreiche Bücher in ihrer Freizeit. Und so reifte mit der Zeit der Gedanke, einmal selber eine berühmte Schriftstellerin zu werden und Geschichten zu verfassen.

Im Alter von 17 Jahren stellte sie ihren ersten eigenen Roman fertig. Ihre Fantasie-Geschichten aus der Welt der Vampire gingen ihr leicht von der Hand, hier konnte sie ihre gesamte Kreativität und ihren Einfallsreichtum zur Geltung bringen. Bald folgten weitere Romane und Amanda Hocking war sehr stolz auf ihre Geschichten. Und so begann sie, ihre Erzählungen an verschiedene Buchverlage zu schicken, um sie zu veröffentlichen. Jedoch war die Reaktion anders als erwartet, denn kein Verleger wollte etwas mit ihr zu tun haben, geschweige denn, ein Buch von ihr veröffentlichen.

Amanda Hocking: „„In der High-School habe ich meinen ersten Roman geschrieben, und seither laufend an Agenten geschrieben, in der Hoffnung, sie würden meine Bücher publizieren““

Amanda Hocking ließ sich davon aber nicht unterkriegen und schrieb weitere Bücher, welche sie laufend an viele verschiedene Verlage schickte, jedoch weiterhin ohne Erfolg. Ständig erhielt sie Ablehnungen, und ihr Traum, einmal eine berühmte Autorin zu werden, rückte in weite Ferne. Nach Beendigung der Schule nahm sie eine Arbeit als Altenpflegerin an, um ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Doch ihrer wirklichen Leidenschaft ging sie weiter nach und schrieb in ihrer Freizeit fleißig ihre Fantasy-Geschichten. Nach über acht Jahren stapelten sich bereits die Romane in ihrer Schublade, denn noch immer fand sich kein Bücherverlag, der ihre Geschichten drucken wollte. Amanda Hocking gab die Hoffnung nicht auf, obwohl sie ständig hörte, dass ihre Geschichten nicht gut genug waren. Und so fasste sie einen folgenreichen Entschluss.

Amanda Hocking: „“Als ein Buch abgelehnt wurde, auf das ich besonders stolz war, dachte ich mir: Ich habe nichts zu verlieren““

Im Frühjahr 2010 bot sie ihre Geschichten einfach selbst als E-Book (elektronisches Buch) an. Der Vorteil lag in der Tatsache, dass sie keinen Verlag brauchte, um ihre Romane zu veröffentlichen und sie war dadurch auch unabhängig von anderen Meinungen. Ihre Geschichten wurden einfach in elektronischer Form dargestellt, und die Kunden konnten sich diese Geschichten gegen einen geringen Kostenbeitrag im Internet herunterladen. Amanda Hocking hoffte so, doch noch den Sprung zu einer erfolgreichen Schriftstellerin zu schaffen.

Diese Hoffnung von Amanda Hocking sollte sich bald bestätigen, denn die Menschen liebten ihre Geschichten. Zum ersten Mal in ihrem Leben erhielt sie Zustimmung und Anerkennung anstatt Absagen und Ablehnungen. Bald konnte sie ihre ersten E-Books verkaufen und ihre Fantasy-Geschichten entwickelten sich schon nach kurzer Zeit zu einem echten Verkaufsschlager im Internet. Nach nur wenigen Monaten konnte sie bereits unglaubliche 100.000 Verkäufe pro Monat vorweisen. Ihr Erfolgsrezept neben ihrem Talent als Schriftstellerin war einfach, sie verlangte nur sehr geringe Beiträge für ihre Bücher und da sie in den vergangenen Jahren bereits sehr viele Romane fertiggestellt hatte, konnte sie auch schon etliche ihrer Bücher veröffentlichen.

Amanda Hocking kündigte bereits kurz nach ihren Veröffentlichungen die Arbeit als Altenpflegerin, da sie mit ihren Geschichten bereits mehr Geld verdiente als in ihrem alten Job. Anders als bei traditionellen Verlagen behielt sie bei diesen Verkäufen der Geschichten den Großteil des Umsatzes.

Mittlerweile ist Amanda Hocking zum absoluten Superstar in der Welt der E-Book Fangemeinde aufgestiegen und hat bereits über eine Million E-Books verkauft. Ihre Bücher werden bereits auf der ganzen Welt vertrieben, jetzt nicht mehr nur in digitaler Form, sondern auch in gedruckter Buchform, denn auf einmal wollten sie alle Buchverlage unter Vertrag nehmen.

Amanda Hocking ließ sich von den zahlreichen Absagen für ihre Geschichten niemals unterkriegen. Sie glaubte immer an ihr Talent und ihre Fähigkeiten als Schriftstellerin. Durch diese Beharrlichkeit und Entschlossenheit schaffte sie den Durchbruch, und mit den E-Books konnte sie einen sensationellen Siegeszug starten.

Amanda Hocking schaffte es mit ihren E-Books von der Altenpflegerin zur Millionärin und kann heute ihr Leben so gestalten, wie sie es sich immer vorgestellt hatte.

Joanne K. Rowling -– Die Entstehungsgeschichte von Harry Potter

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Joanne Rowling hatte schon sehr früh den Wunsch verspürt, Schriftstellerin zu werden. Im Alter von nur fünf Jahren erfand sie bereits ihre eigenen Fantasiegeschichten. Joanne Rowling war aber sehr schüchtern, weshalb sie ihre Geschichten nur mit ihrer jüngeren Schwester teilte. Sie hatte große Furcht, dass man ihr ihre Leidenschaft auszureden versuchte. Nach der Schulzeit studierte Joanne Rowling die französische Sprache um den Wunsch ihrer Eltern zu entsprechen. Glücklich wurde sie nicht damit, auch als sie nach erfolgreichem Abschluss als Sekretärin für Amnesty International arbeitete. Ständig kritzelte sie Romanentwürfe auf Sitzungsprotokolle und war in Gedanken ganz woanders. In ihrem Innersten wusste sie, dass sie Schriftstellerin werden wollte, diese Hoffnung hatte sie immer gehabt.

Joanne Rowling: „„Ich wollte immer Schriftstellerin werden, obwohl ich das selten jemandem erzählt habe. Ich hatte Angst, dass jemand sagte, es sei hoffnungslos““

Während einer Zugfahrt nach London kam ihr plötzlich die Idee von einem mageren, schwarzhaarigen Jungen, der nicht wusste, dass er ein Zauberer war. Die Idee nahm immer konkretere Formen an und es entstand eine mystische und zauberhafte Umgebung in ihrem Kopf. Da der Zug Verspätung hatte, konnte sich Joanne Rowling über vier Stunden lang eine geheimnisvolle Welt der Magier und Zauberer erschaffen. Zwar konnte sie sich ihre Ideen nicht aufschreiben, weil sie keinen Stift dabei hatte und sie sich auch nicht traute, einen Fremden nach einem Stift zu fragen, aber sie sollte alles in ihrem Kopf behalten. Die Hauptfigur Harry Potter mit seinen Freunden Ron und Hermine, die Zauberschule Hogwarts, die menschlichen Muggels, den Bösewicht Lord Voldemort und viele weitere Figuren.

Joanne Rowling: „“Ich habe ständig dies und jenes geschrieben, aber noch nie hatte mich eine Idee so fasziniert““

Bis ihre Vorstellungen jedoch umgesetzt werden konnten, musste sie noch viele Tiefpunkte überwinden. Mitten in ihrem schon wachsenden Manuskript zu Harry Potter starb ihre Mutter im Alter von nur 45 Jahren an Multipler Sklerose (Erkrankung des zentralen Nervensystems). Der Tod der Mutter trug dazu bei, dass Harry Potter ein Waisenkind sein musste und das Thema Tod und Verlust eine große Rolle spielen sollte. Es war eine traurige und sehr schmerzhafte Zeit und Joanne Rowling beschloss kurze Zeit später im Alter von 26 Jahren nach Portugal zu gehen, um ein wenig Abstand zu gewinnen. Die Aufzeichnungen zu Harry Potter nahm sie sich mit und wollte den Roman, neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin, dort fertigstellen.

Joanne Rowling: „„Es war eine fürchterliche Zeit nach dem Tod meiner Mutter. Mein Vater, meine Schwester und ich waren am Boden zerstört. Es fühlte sich so an, als würde eine Betonplatte auf meine Brust drücken, das Herz tat mir buchstäblich weh““

In Portugal verliebte sie sich in einen Fernsehjournalisten, heiratete und wurde kurze Zeit später schwanger. Aber die Ehe scheiterte nach wenigen Monaten und Joanne Rowling kehrte mit ihrem Baby nach Großbritannien zurück, wo sie zunächst bei ihrer Schwester einzog. Joanne Rowling befand sich nun in der klassischen Armutsfalle. Da sie für ihre Tochter keinen Platz in der staatlichen Kinderbetreuung bekam, musste sie sich selbst um ihr Kind kümmern. Deshalb fand sie auch keinen passenden Job und konnte sich auch keine Tagesmutter leisten. Sie lebte von Sozialhilfe und hielt sich mit geborgtem Geld von Freunden über Wasser. Sie fühlte sich dadurch erniedrigt und wertlos, und doch hatte sie einen kleinen Hoffnungsschimmer: Harry Potter.

In jeder freien Minute arbeitete sie weiter an ihrem Buch, welches ihr in der schwierigen Zeit Hoffnung gab. Während ihre Tochter im Kinderwagen schlief, schrieb Joanne Rowling die Geschichte von Harry Potter auf Notizblöcken weiter, meistens in einem Café. Am Abend tippte sie dann todmüde die handschriftliche Fassung auf einer alten Schreibmaschine, denn einen Computer konnte sie sich nicht leisten. Und nach unermüdlicher und harter Arbeit hatte sie es schließlich geschafft, das erste Band „Harry Potter und der Stein der Weisen“ fertig zu stellen. Sofort schickte sie es an verschiedene Verleger, aber keiner wollte ihr Buch aufgrund der Länge und Komplexität veröffentlichen. Erst ein Jahr später erbarmte sich der Verlag Bloomsbury, ihren Roman doch noch zu veröffentlichen, aufgrund der Unterstützung vom Jugendbuchbeauftragten Barry Cunningham. Denn seine 8-jährige Tochter war so begeistert von dem Buch und Harry Potter, dass es auch ihn überzeugt hatte.

Am 26. Juni 1997 wurde „Harry Potter und der Stein der Weisen“ mit einer Startauflage von nur 500 Exemplaren veröffentlicht. Der Verlag riet ihr aber, wieder zu arbeiten, denn als Schriftsteller von Kinderbüchern könnte man nicht leben. Es kam jedoch alles anders, denn schon drei Tage nach der Veröffentlichung ersteigerte ein US-Verlag überraschenderweise die amerikanischen Rechte an dem Erstlingswerk für ganze 100.000 Dollar. Diese Summe für eine bis dahin unbekannte Kinderbuchautorin zu bezahlen war eine Sensation. Dies sollte aber nur der Start sein für eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, denn bald wurde die ganze Welt auf die Buchserie aufmerksam. Mit der Geschichte des ungeliebten Waisenjungen Harry Potter, der plötzlich in eine schillernde Welt von Zauberern, Hexen und Kobolden aufstieg, traf sie genau den Geschmack von Kindern bis hin zu den Erwachsenen. Weitere Teile der Harry Potter Saga wurden von Joanne Rowling verfasst, und immer wieder gab es Rekord-Auflagen auf der ganzen Welt.

Joanne K. Rowling, das „K“ fügte sie selbst hinzu und steht für Kathleen, den Vornamen ihrer Großmutter, schaffte es durch ihre Ausdauer und Entschlossenheit, die Geschichte von Harry Potter zu einem Ende zu bringen. Sie gab die Hoffnung nie auf, dass sie irgendwann einmal eine berühmte Schriftstellerin werden würde, und ließ sich auch durch diverse Rückschläge nicht unterkriegen. Sie schaffte es von der Sozialhilfeempfängerin zur erfolgreichsten Autorin der Welt.

Bis heute wurden ihre Romane in über 65 Sprachen übersetzt, weltweit wurden mehr als 500 Millionen Exemplare verkauft. Die Geschichte von Harry Potter wurde verfilmt und kam mit unglaublichem Erfolg in die Kinos auf der ganzen Welt. Joanne K. Rowling gilt gegenwärtig als eine der reichsten Frauen Großbritanniens. Sie nutzt heute ihre Bekanntheit und macht sich stark für alleinerziehende Mütter und spendet große Summen für den Kampf gegen Multiple Sklerose, woran ihre Mutter starb.

Joanne Rowling: „“Der größte Augenblick in meinem Leben war, als ich erfuhr, dass Harry Potter publiziert wird. Es war ein Traum meines Lebens, ein von mir geschriebenes Buch im Regal einer Buchhandlung zu sehen““