Sebastian Lucas – Der Weg zu seinem eigenen Pony

„Lesezeit: ca. 2 Minuten“

Der reitbegeisterte Sebastian Lucas liebte Pferde über alles, weshalb er ein eigenes Pony besitzen wollte. Dies war sein ganz großer Traum, doch die Sache hatte einen kleinen Haken. Sebastian Lucas war erst 7 Jahre alt und er konnte sich diese teure Anschaffung einfach nicht leisten. Aber er wollte seinen Traum nicht aufgeben und ließ sich auch von kritischen Stimmen der Erwachsenen nicht entmutigen.

So fing Sebastian Lucas an, selbstgemachte Limonade an Freunde und Familienangehörige zu verkaufen. Er wollte seinen Eltern zeigen, wie ernst es ihm mit seinem Vorhaben war. Familienfeste waren so eine willkommene Gelegenheit, Cent um Cent einzunehmen. Über 2 Jahre fütterte Sebastian Lucas unermüdlich sein Sparschwein, zusätzlich sparte er sein gesamtes Weihnachtsgeld. Am Ende hatte er ein Vermögen von etwa 2.000 Euro angespart, was für einen kleinen Jungen eine Menge Geld war, aber bei weitem nicht die Kosten für ein Pony abdecken konnte.

Die Eltern aber waren begeistert von ihrem Sohn und seinem außergewöhnlichen Durchhaltevermögen. So beschlossen sie, den Rest für ein Pony selbst draufzuzahlen und ihrem Sohn seinen größten Wunsch zu erfüllen. Als Sebastian Lucas zum ersten Mal das Welsh-Mountain-Pony mit Namen „Tom“ zu Gesicht bekam, brach er in Tränen aus. Sein größter Traum war soeben in Erfüllung gegangen, weil er immer fest an sein Ziel geglaubt hatte.

Wir sollten unseren Kindern niemals sagen, dass sie etwas nicht erreichen können. Wenn man mit vollem Herzen auf seinen Traum hinarbeitet, wird uns das Leben immer Wege und Türen öffnen, auch wenn wir es mit unserem Verstand nicht begreifen können. So wie bei Sebastian Lucas, der mit Mut, Ausdauer und großer Hingabe immer an sein eigenes Pony geglaubt hat und dadurch die Herzen seiner Eltern tatsächlich öffnen konnte.



Einzelnachweise (abgerufen am 19.10.2016):

1. www.berliner-zeitung.de – Siebenjähriger Australier verkauft Limo und spart jahrelang für ein Pony

2. www.wz.de – Siebenjähriger verkauft drei Jahre Limonade für eigenes Pony

Martin Aufmuth – Wie eine „EinDollarBrille“ die Welt verändert

„Lesezeit: ca. 3 Minuten“

Fehlsichtigkeit kann in der westlichen Welt schnell behoben werden. Kaum auszudenken, müssten wir auf unsere Brillen verzichten. Schüler kommen in der Schule nicht mehr mit und Manager können ihre Verträge nicht mehr lesen. LKW-Fahrer dürfen aufgrund der Sehschwäche nicht mehr fahren und einfachste Handwerksberufe können nicht mehr ausgeübt werden. Etwa 150 Millionen Menschen in Entwicklungsländern haben genau dieses Problem, weil sie sich die Sehhilfen einfach nicht leisten können.

Als der deutsche Lehrer Martin Aufmuth zufällig spottbillige Brillen in einem Billigladen entdeckt, kommt er ins Grübeln. Er fragte sich, warum es in reichen Ländern günstige Brillen gab und in ärmeren Ländern nicht? Martin Aufmuth wusste um das globale Problem der fehlenden optischen Grundversorgung und beschloss, sich näher mit diesem Dilemma zu beschäftigen.

Martin Aufmuth: „Ich habe seitdem ich klein war so ein Gefühl von einer globalen Ungerechtigkeit“

Martin Aufmuth begann Informationen über verschiedene Brillentypen zu sammeln und studierte unterschiedlichste Patente. Monatelang beschäftigte er sich mit möglichen Materialien für eine Brille, er durchforstete dafür nicht nur das Internet, sondern auch zahlreiche Kaufhäuser. Nach unzähligen Versuchen schaffte es der Tüftler, mit gebogenem Federstahldraht, günstigen Gläsern und einem Schrumpfschlauch seine erste Brille zu fertigen. Und dies zu einem Materialpreis von tatsächlich weniger als 1 Dollar. Mit einer eigenen entworfenen Handbiegemaschine benötigte er weniger als 30 Minuten, um die fertige Brille herzustellen.

 

Martin Aufmuth suchte Unterstützer und machte sich selbstständig auf den Weg nach Afrika, um seine Idee in die Praxis umzusetzen. Im Gepäck hatte er seine Biegemaschinen und seinen Glauben, der Welt einen guten Dienst zu erweisen. Er wusste nicht wirklich, ob sich seine Billigbrillen auch tatsächlich verkaufen würden. Vor Ort bildete Martin Aufmuth ein paar interessierte Menschen aus, die seine Maschinen bedienen sollten. Wie würden die Brillen bei den Menschen ankommen?

Zur Erleichterung von Martin Aufmuth erfreute sich die „EinDollarBrille“ sofort großer Beliebtheit und schnell wurden hunderte Brillen verkauft. Scheinbar behinderte Kinder konnten plötzlich völlig normal am Unterricht teilnehmen und ein älterer Mann sah zum ersten Mal in seinem Leben sein Dorf. Erwachsene Männer begannen wieder zu arbeiten und konnten dadurch wieder ihre Familien versorgen. Die Vision von Martin Aufmuth begann sich Schritt für Schritt zu verwirklichen, denn die Brillen sollten nicht nur vor Ort hergestellt, sondern auch zu einem erschwinglichen Preis verkauft werden. Und diese Strategie hatte zusätzlich viele positive Nebeneffekte.

Ehemals arbeitslose Menschen arbeiten vor Ort als „EinDollarBrillen“ Optiker, sie verdienen mit der Herstellung der Brillen nicht nur Geld, sondern bilden bereits selbst weitere Mitarbeiter aus. Mobile Fahrradoptiker fahren von Dorf zu Dorf, wo sie Fehlsichtigen auch in abgelegenen Dörfern eine individuell angepasste Brille machen können. Die Nachricht von den „EinDollarBrillen“ verbreitete sich wie ein Lauffeuer um die Welt. Immer mehr Händler aus verschiedensten Teilen der Erde melden sich bei Martin Aufmuth, um die „EinDollarBrillen“ mit den speziellen Biegemaschinen in die Länder hinauszutragen.

Ein Mensch kann die Welt nicht verändern? Martin Aufmuth beweist das Gegenteil, irgendwann wird seine Vision Wirklichkeit und er wird 150 Millionen Menschen dauerhaft mit Brillen versorgen. Schon jetzt verschafft er Millionen Menschen ein besseres und einfacheres Leben. Im Alleingang löst Martin Aufmuth ein globales Problem und zeigt, wie eine Idee die Welt verändern kann.

Martin Aufmuth: „Ich glaube, wenn man einfach so ein großes Ziel hat, wenn man weiß, was man erreichen möchte, in unserem Fall, dass wir viele Millionen Leute mit Brillen versorgen und das Leben von ihnen verändern, dann bekommt man auch die notwendige Energie, einfach durch die innere Motivation, weil ich eben weiß, was ich erreichen möchte“

 

Einzelnachweise (abgerufen am 20.08.2016):

1. www.handelsblatt.com – Brillen, die die Welt verändern
2. http://www.eindollarbrille.de/
3. http://www.deutschlandradiokultur.de – Die Ein-Dollar-Brille für Entwicklungsländer

 

Amandus Meichtry – Das Tandem-Fahrrad für Menschen mit Behinderung

Lesezeit: ca. 1 Minute

1991 gründet der Schweizer Amandus Meichtry mit einer befreundeten Familie den Verein „Tandem91“. Hier kümmert man sich um Spezialfahrräder, welche dann an Alters- und Behindertenheime verliehen werden. Dank dieser Tandems können vor allem Behinderte und Senioren bei Ausflügen mitmachen, von denen sie sonst ausgeschlossen sind.

Startete Amandus Meichtry am Anfang noch mit 2 Fahrrädern, sind es heute mehr als 80 mit unterschiedlichsten Möglichkeiten. Bei manchen Modellen kann man nebeneinander sitzen, bei anderen kann sogar ein ganzer Rollstuhl aufgeladen werden. Der Verein schafft es zudem, dass man die teuren Spezialräder kostenlos verleihen kann. Anfallende Reparaturen werden ehrenamtlich erledigt, sonstige Fixkosten werden durch Mitgliedsbeiträge abgedeckt und neue Fahrräder mit Unterstützung von Sponsoren angeschafft.

Amandus Meichtry ist häufig auch selbst unterwegs, um in die Pedale der Tandems zu treten. Vielen benachteiligten Menschen wird damit eine nicht zu erwartende und neue Lebensqualität ermöglicht. Es wird von Gehbehinderten und Blinden sehr geschätzt, zudem wird es ebenfalls als Therapierad eingesetzt.

Amandus Meichtry macht die Welt durch seinen unermüdlichen Einsatz zu einem besseren Ort und viele Menschen damit sehr, sehr glücklich.

Einzelnachweise (abgerufen am 10.12.2015):
1. www.srf.ch – Amandus Meichtry fährt Tandem für Menschen mit Behinderung
2. www.donaci.ch – Tandem91 – Pedalo für Fahrten mit Behinderten und Betagten

Christoph Rickels – Wie ein Faustschlag sein Schicksal veränderte

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Christoph Rickels ist ein lebensfroher junger Mann, der gerne auf Partys geht und mit Freunden um die Häuser zieht. Er kostet nicht nur das Leben in vollen Zügen aus, sondern steht auch kurz vor einer Ausbildung zum Bundeswehrpolizisten. Eines Tages ist er wie so oft in einer Disco unterwegs, wo er einem Mädchen ein Getränk spendiert. Dies sollte sein Leben für immer verändern.

Als Christoph Rickels später am Abend die Diskothek verlässt, wartet bereits ein eifersüchtiger Freund des Mädchens auf ihn. Ein Faustschlag trifft ihn von hinten an der Schläfe und Christoph Rickels schlägt mit dem Kopf auf dem harten Pflaster auf. Bewusstlos wird er ins Krankenhaus gebracht, wo eine Gehirnblutung festgestellt wird. Christoph Rickels fällt schwer verletzt in ein Koma.

Christoph Rickels: „Als ich vier Monate später aufwachte, war ich fast ganz gelähmt“

Als Christoph Rickels nach vier Monaten erwacht, ist er zu 80 Prozent schwerbehindert. Über Nacht muss er wieder alles neu lernen, wie sprechen, laufen oder essen. Drei Jahre verbringt Christoph Rickels in verschiedenen Rehakliniken, um sich wieder in das normale Leben zurückzukämpfen. Er hat ein echtes Kämpferherz und gibt nicht auf. Mit seinem eisernen Willen findet er bald eine neue Lebensaufgabe, indem er das Projekt „First Togetherness“ gründet.

Christoph Rickels: „Ich bin das erschreckende Beispiel für die schlimmen Folgen der Gewalt“

Mit diesem Projekt will Christoph Rickels für ein Miteinander und für Toleranz werben. Er besucht Schulen, um den Kindern sein Schicksal zu erzählen und sich für Gewaltlosigkeit einzusetzen. Christoph Rickels dringt mit seiner Geschichte sofort zu den Schülern durch, da es jeden treffen kann. Denn die Gewaltbereitschaft ist so hoch, dass sogar auf wehrlose Jugendliche am Boden noch eingetreten wird. Und da man cool sein möchte, filmt jemand auch noch mit. Aber die Folgen können katastrophal sein, und aus Spaß bitterer Ernst. So wie bei Christoph Rickels geschehen.

Obwohl Christoph Rickels mit seinem eigenen schweren Schicksalsschlag umgehen muss, kümmert er sich selbstlos um andere Menschen. Sein oberstes Ziel ist wieder miteinander zu leben und den Egoismus beiseite zu stellen. Vor allem in der heutigen Zeit kämpft er in den Schulen alleine auf weiter Flur. Aber mittlerweile hören ihm immer mehr Schüler zu und schafft es, die Gewaltbereitschaft der Kinder erheblich zu senken.

Christoph Rickels: „Das Projekt First Togetherness soll für eine weltweite Veränderung stehen. Ich lebe nach der Lebensweisheit, dass man erntet was man sät und ich denke, dass ich der beste Beweis dafür bin. Wir müssen lernen miteinander zu leben“


Foto von Thomas Bischof

Einzelnachweise (abgerufen am 30.11.2015):
1. www.wzonline.de – Ein Schlag zerstörte sein Leben
2. www.nwz-inside.de – Täter frei – Lebenslänglich für Opfer
3. http://helden-von-heute.at – Ich wollte einfach nicht im Rollstuhl bleiben

Chris Ulmer – Ein Lehrer. Viele Komplimente. Glückliche Schüler.

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Schikanen und Bosheiten gehören für viele Kinder in der Schule zum Alltag. Dazu kommt noch der Druck von den Lehrern, welche auf die Befindlichkeiten der Schüler oft keine Rücksicht nehmen. Kinder leiden unter Angst und mangelndem Selbstvertrauen, es gibt eigentlich keine Chance aus diesem Kreislauf auszubrechen. Doch da gibt es Chris Ulmer.

Chris Ulmer ist Sonderschullehrer in der amerikanischen Stadt Jacksonville (Florida, USA). Er kennt die Minderwertigkeitskomplexe der Kinder und startet ein außergewöhnliches Projekt. Er beginnt, jeden Schüler in seiner Klasse einzeln nach vorne zu rufen und dem Kind dann vor der gesamten Klasse Komplimente zu machen. Dies macht er nun täglich und verwendet dafür immer die ersten 10 Minuten seines Unterrichtes.

„Du bist ein großartiger Schüler“
„Du bist sehr clever, du bist sehr lustig, du bringst alle jeden Tag zum Lachen“
„Danke, dass du so ein toller Schüler bist“
„Du machst jeden Tag einen guten Job“

Chris Ulmer: „Die Tatsache, dass wir ihnen hier zeigen, dass jeder Einzelne etwas Besonderes ist, tut den Kindern sehr gut“

Chris Ulmer ist überzeugt, dass die Grundlage für eine gute Schulleistung darin liegt, sich in der Klasse und im Umfeld wohlzufühlen. Und das Resultat bestätigt den couragierten Lehrer. Bereits wenige Wochen nach Beginn seines Experimentes verbessern sich die schulischen Leistungen. Die Schüler mobben sich nicht mehr gegenseitig, sondern beginnen tatsächlich, sich gegenseitig Komplimente zu machen. Durch das gestärkte Selbstbewusstsein herrscht in der Klasse ein besonderes Klima des Respektes und der Wertschätzung.

Chris Ulmer redet nicht nur über Liebe und Freundlichkeit. Er zeigt den Schülern jeden Tag, dass Komplimente wahre Wunder bewirken können und die Welt zu einem warmherzigen Ort machen.

Chris Ulmer: „Anstatt mich auf die Defizite zu konzentrieren, konzentriere ich mich auf ihre Talente“

Einzelnachweise (abgerufen am 23.11.2015):
1. woman.at- So einen Lehrer hätten wir uns auch gewünscht
2. newsbuzzters.com – Lehrer steigert Selbstwertgefühl seiner Schüler
3. netmoms.de – Dieser Lehrer macht einfache Worte zu etwas ganz Besonderem

Hailey Fort – Eine 9-Jährige baut Holzhütten für Obdachlose

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Schon als kleines Kind kann es Hailey Fort nicht ertragen, wie schlecht es Obdachlosen geht. Sie bettelt ihre Eltern an, Lebensmittel für die Menschen auf der Straße zu kaufen und legt extra einen Gemüsegarten an, um gesundes Essen zu verteilen. Doch damit nicht genug. Hailey Fort will nicht mehr zusehen, wie Obdachlose bei Regen nass werden und im Winter ohne Dach über den Kopf frieren müssen.

Hailey Fort: „Ich finde, jeder sollte einen Platz zum Wohnen haben“

Unterstützt von ihrem Großvater beginnt das 9-jährige Mädchen, an einer mobilen Hütte (ca. 2,5 x 1,2 Meter) zu bauen. Während andere Kinder in ihrem Alter nur Spiel und Spaß im Kopf haben, baut Hailey Fort jede freie Minute an ihrem Vorhaben. Es sieht eigentlich aus wie eine große Hundehütte. In Wirklichkeit ist dieses kleine Haus ein wahres Wunder für benachteiligte Obdachlose.

Als ein befreundeter Obdachloser von Hailey Fort zum ersten Mal das Miniaturhaus erblickt, steigen ihm Tränen in die Augen. Die kleine Hütte hat eine Tür, Fenster und sogar eine Isolierung. Pappkartons gehören nun der Vergangenheit an, der Obdachlose hat zum ersten Mal das Gefühl, ein eigenes Stück Heimat bekommen zu haben.

Hailey Fort beschließt weitere Häuser zu bauen. Selbstsicher arbeitet sie mit Schlagbohrern, Nagelpistolen oder sonstigen Werkzeugen. Da sie dieses Projekt nicht alleine mit ihrem Taschengeld finanzieren kann, gründet sie kurzerhand eine Crowdfunding-Kampagne im Internet um Geld zu besorgen. So sammelt sie zusätzlich für Nahrungsmittel, Handys oder Schmerztabletten, um Obdachlose damit zu unterstützen.

Zudem sprüht das Mädchen nur so von weiteren Ideen. Sie finanziert zum Beispiel Postfächer für die Obdachlosen, um ihnen eine Anschrift zu ermöglichen, damit sie sich um einen Job bewerben können. Ein 9-jähriges Mädchen macht die Welt zu einem besseren Ort. Sie gibt hilfsbedürftigen Menschen wieder das Gefühl, wertgeschätzt und geliebt zu werden.

Hailey Fort ist der beste Beweis dafür, dass man nie zu jung oder zu alt ist, um etwas Gutes zu tun. Eine wirklich großartige Geschichte über ein Mädchen mit einem großen Herzen!

Hailey Fort: „Es erscheint mir einfach nicht richtig, dass es obdachlose Menschen gibt“

Einzelnachweise (abgerufen am 08.10.2015):
1. Heftig.co – Die 5-Jährige kauft dem Obdachlosen ein Sandwich.
2. Motherboard – Diese 9-Jährige baut für Obdachlose Holzhütten und Essen an
3. Brigitte.de – Neunjährige Weltretterin: Hailey baut Häuser für Obdachlose

Mark Bustos – Der Friseur, der neues Glück verschenkt

Lesezeit: ca. 1 Minute

Mark Bustos arbeitet in einem angesehenen Friseursalon in New York. Als Hairstylist verdient er gut, doch seine Dienste sind teuer und nicht jeder kann es sich leisten, die Haare schneiden zu lassen. Mark Bustos ist dieser Zustand bewusst.

Mark Bustos: „Ich wollte einfach etwas positive Energie und Hoffnung in die Welt bringen“

In seiner Freizeit lehnt er sich jedoch nicht zurück, sondern macht seinen Beruf zu seinem Hobby. Am Wochenende schlendert Mark Bustos durch die Straßen von New York und frisiert kostenlos obdachlose Menschen. Obdachlose sind nicht interessiert an einer neuen Frisur? Falsch gedacht. Fast alle, die Mark Bustos spontan anspricht, sind sehr erfreut von seinem Angebot. Denn er vermittelt ihnen ein Gefühl der Anerkennung und gibt ihnen ihre Würde zurück.

Mark Bustos: „Egal, woher du kommst, ich denke, wir alle wissen, wie es sich anfühlt, einen Haarschnitt zu bekommen“

Mark Bustos inspiriert mit seiner Nächstenliebe die ganze Welt. Er reißt Obdachlose aus ihrer Hoffnungslosigkeit und hinterlässt überall strahlende Gesichter. Es ist die Geschichte eines einfachen Friseurs, der mit einer kleinen Geste die Welt zu einem besseren Ort macht.

Mark Bustos: „Jedes Menschenleben hat denselben Wert“

Einzelnachweise (abgerufen am 30.09.2015):
1. Cosmopolitan – Wie ein Friseur Obdachlosen Hoffnung gibt
2. VIVA – Was der amerikanische Hairstylist Mark Bustos für Obdachlose tut
3. Joiz – Friseur schneidet sonntags gratis die Haare von Obdachlosen

Philani Dladla – Der Bücherwurm auf dem Bürgersteig

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Philani Dladla wird als Kind einer armen Familie in Südafrika geboren. Er entwickelt eine große Leidenschaft für Bücher und verschlingt alles, was er in die Hände bekommt. Er wird für sein Hobby von anderen Kindern schikaniert. Aber dies ist Philani Dladla egal. Zu diesem Zeitpunkt weiß er noch nicht, dass Bücher eines Tages sein Leben retten werden.

Als Jugendlicher gerät Philani Dladla in schlechte Kreise und wir drogenabhängig. Er verliert alles in seinem Leben und landet auf der Straße. Ohne Dach über dem Kopf und ohne Job fristet er ein erbärmliches Dasein. Verzweiflung, Leid und Hoffnungslosigkeit prägen seinen Alltag. Doch Philani Dladla will kämpfen und erinnert sich zurück an seine Bücher.

Philani Dladla: „Die Menschen müssen fürs Lesen begeistert werden, dann lesen sie auch“

Er beginnt, sein erbetteltes Geld für Bücher auszugeben, anstatt Drogen dafür zu kaufen. Am Anfang sind es vor allem Selbsthilfe-Bücher. Dann kommen viele andere Werke wie Romane oder Sachbücher hinzu. Philani Dladla macht sich daran, seine gelesenen Bücher auf den Straßen von Johannesburg zu verkaufen. Die Passanten bekommen eine genaue Beschreibung von den Inhalten der Bücher und Philani Dladla erklärt die Vorzüge eines jeden Werkes. Bücher mit von ihm guter Bewertung verkauft er teurer, andere Bücher mit schlechter Bewertung verkauft er billiger.

Zusätzlich besuchen viele obdachlose Kinder Philani Dladla. Er erzählt ihnen Geschichten aus den Büchern und zeigt ihnen, dass es nicht schädlich ist, ein gutes Buch zu lesen. Immer wieder verschenkt er diese auch an die Kinder mit der Bedingung, dass sie ihm erzählen, was sie gelesen haben. Der Bücherwurm auf dem Bürgersteig wird schnell bekannt und die Menschen schätzen sein großes Wissen über die Bücher.

Philani Dladla: „Es gibt zu viele Kinder, die nicht lesen können, das müssen wir ändern. Ich möchte anderen Kindern helfen“

Mit dem Verkauf der Bücher kann Philani Dladla bald seinen Lebensunterhalt verdienen. Zusätzlich wird er als Redner engagiert, um zu zeigen, dass man durch Lesen ein anderer Mensch werden kann. Philani Dladla unterstützt weiter obdachlose Menschen und kümmert sich vor allem um Straßenkinder, um ihnen das Lesen beizubringen.

Philani Dladla: „Ich möchte nicht, dass arme Kinder davon abgehalten werden, ihre Träume zu verwirklichen. Deshalb gebe ich ihnen Bücher zum Lesen“

Wenn wir das nächste Mal einen Obdachlosen mit einem Stapel Bücher sehen, sollten wir vielleicht genauer hinschauen. Denn es könnte ein Bücherwurm wie Philani Dladla sein, der mit Büchern für eine bessere Welt kämpft und viel mehr von sich selbst gibt, als er von anderen verlangt. Ein Obdachloser inspiriert die Menschen weit über die Grenzen Südafrikas hinaus.

Philani Dladla: „Sie müssen nicht reich sein, um die Welt zu verändern. Wenn Sie einen Menschen begeistern, dann haben Sie bereits die Welt verändert“

Einzelnachweise (abgerufen am 24.09.2015):
1. Netzfrauen – What an amazing guy!
2. Huffingtonpost – Dieser Obdachlose verschenkt seine Bücher an Kinder

Jessica Eaves – Die bestohlene Frau, die einem Dieb den Einkauf zahlte

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Jessica Eaves ist gerade in einem Supermarkt unterwegs. Vertieft durchstöbert sie Regale, um ihre Einkaufsliste Punkt für Punkt zu erledigen. Plötzlich bemerkt sie, dass ihre Geldbörse aus ihrer Handtasche fehlt. Voller Entsetzen blickt sie um sich. Sofort kann sie einen Mann ausmachen, der als einziger Verdächtiger in Frage kommt, da sich sonst niemand in ihrer Nähe aufhält. Jessica Eaves nimmt jetzt all ihren Mut zusammen.

Sie läuft ihm nach und stellt den Mann zur Rede: Entweder er soll ihr die Brieftasche sofort wiedergeben, sie vergibt ihm und bezahlt auch noch seine Einkäufe oder sie würde die Polizei rufen. Der Mann ist fassungslos und starrt die Frau völlig entgeistert an. Kurzerhand gibt er ihr die Geldbörse zurück. Wie versprochen zahlt Jessica Eaves den Einkauf von dem Mann, der aus Brot, Wurst, Käse, Milch und Keksen besteht. Knapp über 27 Dollar bezahlt Jessica Eaves für den Mann. Normalerweise hat sie nie Bargeld bei sich, doch an diesem Tag hat sie überraschenderweise genau 28 Dollar einstecken.

Jessica Eaves: „Was ich gemacht hab, sollte eigentlich normal sein“

Der Mann ist danach zu Tränen gerührt, es stellt sich heraus dass er zwei Kinder zu Hause hat und vollkommen pleite ist. Er entschuldigt sich bei Jessica Eaves und wird diesen Tag nie mehr vergessen, als ihm eine bestohlene Frau tatsächlich geholfen hat, die Einkäufe zu bezahlen. Es ist vielleicht diese selbstlose und warmherzige Tat, die das Leben eines bedürftigen Menschen für immer verändern wird.

Jessica Eaves: „Egal, wie viel Geld wir haben, wir sollten immer bereit sein, jenen zu helfen, die bedürftig sind, denn es gibt immer jemanden, der noch bedürftiger ist als wir“

 
Einzelnachweise (abgerufen am 15.09.2015):
1. Yahoo – Frau stellt Dieb und kauft ihm Essen
2. Jesus – Bestohlene zahlt Dieb die Einkäufe

Malala -– Ein mutiges Mädchen erhebt die Stimme gegen den Terror

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Malala Yousafzai wurde am 12. Juli 1997 geboren und wuchs im Nordwesten Pakistans im Swat-Tal auf. Schon als sie auf die Welt kam, bedauerten die Leute ihre Mutter, weil sie nur ein minderwertiges Mädchen geboren hatte und keinen höher geschätzten Jungen. Aber Malala hatte aufgeschlossene Eltern und wurde genauso behandelt wie ihre Brüder. Als in Pakistan die Terrororganisation Taliban immer mehr an Einfluss gewann, wurde die Situation sehr gefährlich. Da es ständig zu blutigen Gefechten mit dem Militär kam, musste die Familie zwischenzeitlich sogar ihren Wohnort verlassen und flüchten. Die Taliban bedrohten die Menschen mit Waffen und unterdrückten vor allem Frauen mit grober Gewalt. Obendrauf zerstörten sie hunderte Schulen, da sie nicht wollten, dass Mädchen etwas lernten. Malala wollte sich dadurch aber nicht entmutigen lassen.

Malala: „“Wir Mädchen sollten zu Hause bleiben, kochen, putzen und die Männer bedienen. Ich war zehn Jahre alt, und mir war klar, dass ich etwas tun musste““

 
Malala versteckte ihre Bücher unter den Gewändern und ging weiterhin zur Schule, ständig mit der Angst, entdeckt und ausgepeitscht zu werden. Eines Tages kam ein britischer Reporter auf die Idee, eine betroffene Schülerin von den katastrophalen schulischen Bedingungen vor Ort berichten zu lassen. Im Alter von 11 Jahren wurde Malala ausgewählt, in einem Online-Tagebuch und einem eigenen Decknamen über den Terror der Taliban zu schreiben. Sie kritisierte darin die Taliban für ihre Gewalttaten und forderte für jedes Mädchen das Recht auf freie Bildung. Obwohl es für Malala sehr riskant war, erlangte das Online-Tagebuch im Internet schnell große Bekanntheit. Malala wollte nur, dass die Menschen von den vielen Ungerechtigkeiten in ihrem Heimatland erfuhren. Eines Tages wurde ihr Pseudonym jedoch aufgedeckt und die Taliban wussten nun, wer Malala war.

Malala: „„Unser Leben war in Gefahr. Ich sah zwei Möglichkeiten: Entweder ich bleibe still oder ich sage meine Meinung und riskiere, dafür zu sterben. Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden““

Am 09. Oktober 2012 befand sich Malala mit etwa 20 Mädchen und 3 Lehrern in einem Kleinbus auf dem Weg von der Schule nach Hause. Plötzlich wurde der Schulbus angehalten und ein Mann stürmte in den Bus. Er fragte nach Malala, und als sich ein paar Mädchen in ihre Richtung drehten, passierte etwas Schreckliches. Der Mann holte eine Waffe hervor und schoss Malala kaltblütig ins Gesicht. Die Taliban kannten keine Gnade und räumten jeden Gegner aus dem Weg, auch wenn es sich wie bei Malala noch um einen Schüler handelte.

Malala: „„Ich war gerade 15. Fast noch ein Kind. Ich sah, wie das Blut aus mir schoss und Pfützen bildete. Dann fiel ich in Ohnmacht““

Malala wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie sofort notoperiert wurde. Da ihre Verletzungen aber so schwer waren, musste sie nach Großbritannien ausgeflogen werden, wo sie in einer Spezialklinik behandelt wurde. Malala musste viele Operationen über sich ergehen lassen, aber wie durch ein Wunder überlebte sie diesen hinterhältigen Mordanschlag. Sie erhielt zwar eine Titanplatte für ihre gebrochene Schädeldecke und auf einem Ohr war sie nun taub, aber sonst schritt ihre Genesung sehr gut voran und das Wichtigste war, dass sie noch am Leben war.

Malala: „„Nach dem Attentat bekam ich Briefe aus der ganzen Welt““

 
Die internationale Bestürzung von dieser Geschichte war noch nicht abgeflaut, als Malala eine unfassbare Entscheidung traf. Obwohl sie fast gestorben wäre, wollte sie weiterhin Verantwortung übernehmen und sich öffentlich für Frieden und Bildung einsetzen. Es wurde ein „Malala-Fonds“ gegründet, welcher sich weltweit für Bildung und die Rechte von Kindern einsetzte. An ihrem 16. Geburtstag sprach Malala in New York vor der Jugendversammlung der Vereinten Nationen. Sie traf viele wichtige Personen um ihr Anliegen vorzubringen und war auch schon zu Gast im Weißen Haus beim US-Präsidenten Barack Obama.

Malala: „„Ich möchte, dass Menschen wissen, was in Pakistan geschieht. Es ist nicht nur meine Geschichte, ich stehe für viele, viele andere““

Für ihre freie Meinungsäußerung erhielt Malala weiter Morddrohungen von der Taliban. Aber sie ließ sich davon nicht einschüchtern und kämpfte weiter gegen gravierende Menschenrechtsverletzungen. Für ihre Furchtlosigkeit und ihren außergewöhnlichen Mut erhielt sie als jüngste Person überhaupt den weltberühmten Friedensnobelpreis. Malala glaubte daran, dass eine Stimme immer die Welt verändern konnte. Und sie schaffte es tatsächlich.

Malala: „„Warte nicht darauf, dass dir jemand anders hilft, es könnte zu lange dauern. Tu selbst etwas. Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern““